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Goldne
Fotografien - kredenzt von Wolfgang Kupke |
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Halbe
Liter,
ganze Kerle
Schöne Heimat, unsere Menschen! Das soll der Wahlspruch sein. Denkt doch
mal an euch, liebe Leute. Seid selber wichtig. Es muss nicht immer Daniel Kühlböck
sein. Kopf hoch, seid bereit, besorgt euch den Spaß! So lädt jetzt
eine höchst ehrenwerte Initiative die „Freunde hallischer Lebensart“ in
eine Kneipe der mitteldeutschen Metropole zum Kampftrinken ein. Jedermann,
dem es gelingt, binnen sechs Stunden zwölf halbe Liter Bier zu schlappen
(und danach noch atmet), bekommt den 13. Halben geschenkt, lockt der Verein
die Schluckspechte. Es soll sich dabei um eine schon seit 1712 aktenkundige
Tradition handeln, die man nun wieder aufstoßen, pardon: aufleben lassen
will. Teilnahme auf eigene Gefahr. Ein Prosit der Kulturhauptstadt! Nach dem
13. Bembel wankt man dann als ganzer Kerl lässig wie ein Cowboy hinaus
in stockfinstere Nacht. Abenteuer, du kannst kommen! Am besten, man trägt
Schwarz. Und das Fahrrad hat natürlich kein Licht. Alles eine Frage der
Ehre.
Andreas Montag, in: Mitteldeutsche Zeitung, 18.11.04, S.1 |
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"Das
12. Bier ward eingegossen." (W.K.) - Den roten Händel in der rechten, den Halben
in der linken Hand, ein Lächeln (?) auf den Lippen und - ja, was? - um den
Hals: So saß der Vorsitzende vor seinem Liederbuch, als Paparazzi ihn entdeckten
und gnadenlos abbildeten. |
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"Das
13. war umsonst." (W.K.) Freund Schulz in Siegerlaune: Immer freundlich und nicht
nur um Contenance bemüht - er hat sie bis zum Ende durchgehalten. Vor ihm der
Bierfilz und das - zugeschlagene - Liederbuch. Wer´s offen liegen läßt, trotzdem
das Lied verklungen, darf austrinken, was ihm seine Tischnachbarn hineingestellt.
Krambambuli! |
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"Nur
wenigen gelingt der Eintrag ins Golden Buch im Goldenen Herzen." (W.K.) An diesem
Abend Stefan Schulz, der hier im Kreise lustiger Sänger, die Bierorgel (vorne
links) ausnahmsweise ohne Organist, seine Eintragung vornimmt. "Stefan, was
schreibst Du da?" - "Weiß ich nicht..." |
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