| Preisverleihung
"Der Esel der auf Rosen geht" Sonderpreis der Jury für IfHaS e.V. 20. März 2004, Frühlingsanfang Worte des Dankes Sehr geehrte Herren Sodann, Kiegeland und Stumpf, Stellvertretend für IfHaS e.V. nehme ich mit Freude den Bürgerpreis der Stadt Halle entgegen. Drei Männer standen am Anfang der Initiative; zwei lebende und ein toter: Ich möchte erst den Lebenden Dank sagen: 1. Da ist Herr Dr. Horst Heymann, den ich 1996 nach einem Gottesdienst in der Trothaer Kirche kennen lernte. Dr. Heymann - ein Mann heißer Heimatliebe - lud mich in das Haus seines Vaters, des Stadtbaumeisters Wilhelm Heymann, ein. Er zeigte mir die wunderbar farbigen Zeichnungen des Vaters: Ich sah die Entwürfe für die Neubauten des Stadtbades, der Stadtsparkasse und des Hospitals St. Cyriaci et Antonii. Ich war sehr angetan. Dr. Heymann verdanke ich den menschlichen Zugang zur hallischen Stadtgeschichte. Danke, Horst. 2. Fast als Gründungsdokument der IfHaS e.V. möchte ich ein Schreiben Dr. Rauens bezeichnen. Auf einen Brief antwortete er: "Stärken Sie vorhandene Potentiale, wirken Sie von innen auf eine Verbesserung hin! Fassen Sie sich ein Herz und gehen Sie direkt auf die von Ihnen kritisierten Personen zu! Versuchen Sie, aufgeschlossene Gesprächspartner für Ihr Anliegen zu finden!" Wir haben das gemacht und es war fruchtbringend. Danke, Herr Dr. Rauen. Nun möchte ich an den Toten erinnern, der IfHaS von Anfang an im Geiste zur Seite stand. Und schaut er gerade jetzt vom Himmel herab, grüße ich ihn herzlich. Ich spreche von Erich Neuss, dem in Frankfurt am Main 1899 geborenen und 1982 in Halle gestorbenen langjährigen Stadtarchivdirektor. Neuss hat einmal ein "Erinnerungsbüchlein für Freunde und Fremde" geschrieben, aus dem die IfHaS schöpft und noch endlos schöpfen könnte. Ich möchte aus dem Geleitwort zitieren (2min): "Ein Ort, von dem der Dichter gesagt hat, dass er nimmer in allen Landen die Welt so schön fand, muß, auch entkleidet von aller poetischen Verklärung, Reize besitzen, welche so hohes Lob rechtfertigen. Es ist nicht notwendig, ein Kind dieser Stadt zu sein, um zu fühlen, wie innig in Halle eine ruhmreiche Vergangenheit der allerlebendigsten Gegenwart die Hand reicht und wie die steinernen Zeugen des Mittelalters nicht als Fremdlinge auf das bewegte Treiben zu ihren Füßen blicken; ( ) Für Freunde und Fremde ist das Büchlein bestimmt. Die Freunde sucht es auch unter den Bürgern der Stadt. Nicht alle wissen das Glück zu schätzen, ihr durch Geburt oder Schicksal verbunden zu sein." Vielleicht ist so zu verstehen, welchen Blick IfHaS auf Halle, die alte Musenstadt, hat. Leider kann ich nicht alle nennen, die uns im Lauf der letzten drei Jahre unterstützt haben. Ein Dankesgruß soll aber nach Bennstedt an die Familien Glimm und Nütz sowie nach Unterteutschenthal an die Familie Ringling gehen. Sie haben wesentlich dazu beigetragen, dass die Busfahrt in den westlichen Saalkreis ein Erfolg wurde. Und wenn ich zuletzt einen Wunsch äußern darf: Unterstützen Sie den Erhalt der Bennstedter Kirche, die mit ihren Epitaphien und ihrer Gruft ein Kleinod mitteldeutscher Kirchenkunst ist. Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit! |
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