Hallisches
Eichendorff-Jahr 2005

Theater in Bad Lauchstädt

19.6., 14:30
Friedrich Schiller: Die Verschwörung des Fiesko zu Genua
Ensemble Theater PRIMADONNA / SCHWERER HELD Frankfurt am Main

Genua 1547. Durch eine Verschwörung stürzt Fiesko den verhassten Herrscher, den Dogen Andrea Doria. Als er der Versuchung unterliegt, sich selbst zum Herrscher zu erheben, wird er von dem radikalsten seiner Mitverschwörer, Verina, ertränkt. In seinem Stück (nach DIE RÄUBER) beschreibt Friedrich Schiller einen aristokratischen Helden als revolutionären Verteidiger der republikanischen Freiheit gegen eine Diktatur. Ein Stück voller Zufälle, Intrigen, widersprechender Interessen und greller Kontraste. Uns gefällt es aus diesen Gründen. Wir erkennen darin unseren eigenen Blick auf das Weltgeschehen wieder. Aus persönlichen Verwicklungen und Leidenschaften heraus geht es um einen Zugang zu politischer Verantwortung- heute und in Genua Anfang des 16. Jahrhunderts. Was wird aus Ideen, wenn sie in die Praxis umgesetzt werden? Fiesko, mit seinem Überschuß an Talent und Erfolg, wird durch die politischen Ziele und die Bewegung ein anderer Mensch? Ist er nicht nur der bessere Vertreter der republikanischen Ideen, nicht nur der bessere Verschwörer, sondern auch der bessere Herrscher? Eichendorff sah Fiesko am 14.6.1806 in Lauchstädt.


26.8., 20:00
(weitere Vorstellungen 27.8., 16:00 Uhr)
Friedrich Schiller: Die Räuber
Ensemble der theatrale Halle


Franz und Karl sind zwei Fremde. Er im Schloss und er im Wald. Beide wollen verändern und beide scheitern. Die Puppenhaftigkeit der Charaktere und die fehlende Handlung soll mit einem dramatischen Kunstgriff ersetzt werden. Es sind die fahrenden Komödianten, diese Bande, die das Stück `Die Räuber´ spielen und damit im Mittelpunkt der Inszenierung stehen. Hinzugebaut wird die Figur Schillers. Es wird erzählt, mit welcher Inbrunst Schiller hier eine Auseinandersetzung mit seiner Zeit, mit seinem Leben, mit seiner Umwelt austrägt. Eichendorff sah „Die Räuber“ am 29.6.1805 in Leipzig.