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Festprogramm der 1200-Jahr-Feier 2006 Die Konzeption des Festprogramms der 1200-Jahr-Feier 2006 wurde vom Kuratorium 1200 Jahre Halle erarbeitet, dem Stadtrat zur Beschlußfassung vorgelegt und in der Oktobersitzung 2005 beschlossen. (Städtische) Festveranstaltungen im leeren Raum? Nach Sichtung der insgesamt 262 Veranstaltungen des Programms kann gefragt werden, ob die (städtischen) Festveranstaltungen und unter ihnen die drei großen Ausstellungen (Albrecht, Industrie, Wandel.Halle) in der Stadtgesellschaft verwurzelt sind; d.h., ob sie mit ihrer Imaginationskraft die Bürger und Institutionen der Stadt zu eigenen Anschlußveranstaltungen angeregt haben. 1. Albrecht a) Präsentation Luthermaske
(Marktkirchengemeinde) 2. Industrie (nur:) Das Glauchaer Viertel in den 50er Jahren (VFF des Stadtmuseums) 3. Wandel.Halle (Stadtumbau) a) Halle erleben – den Wandel zeigen (Entwicklung der Bebauungs- und
Nutzungsstruktur des Gebietes Weinbergweg/Campus Heide-Süd) Die Frage muss bezüglich der Ausstellung des Stadtmuseums zur Industriegeschichte klar verneint werden. Nur eine weitere Veranstaltung könnte man dem Thema zuordnen. Ein schwächeres "Nein" trifft die Ausstellung zum Stadtumbau. Hier könnte man – bei Wohlwollen – vier weitere Veranstaltungen zurechnen. Ein klares "Ja" erhält die Ausstellung zu Albrecht. Hier gibt es ergänzend zwei große Veranstaltungen (MLU/LFD&A), eine kleinere (Marktkirche) und vier Ergänzungen. Fazit: Einbindung von Jubiläumsveranstaltungen in das Festjahr? Die wichtigste Jubiläumsveranstaltung im Festjahr ist eindeutig der 300. Geburtstag der Dänisch-Hallischen Mission und die damit verbundene Ausstellung „Geliebtes Europa/Ostindische Welt“. Sie ist eingebettet in das Themenjahr der FS, das auf die „internationale Dimension der halleschen Stadtgeschichte“ fokusiert. Auch hier stellt sich die Frage der Verknüpfung mit Veranstaltungen aus der Stadtgesellschaft. > Themenjahr 2006 (der FS) „Die Welt statt der Provinz“,
Eröffnung Die Aufzählung der Veranstaltungen
und die Nennung der Veranstalter (in erster Linie FS) macht den autonomen
Charakter des Themas deutlich: Sie
hätten auch ohne das Stadtjubiläum stattfinden können. Eine
intensive Einbindung in die Stadtgesellschaft erfolgt aller Erfahrung nach über
das Themenjahr. Wo bleibt das Salz, die (zeitlich) erste Quelle städtischen Reichtums und Namensgeber der Stadt und des sie durchströmenden Flusses? Hier ist der Aufhänger die feierliche Eröffnung der Ausstellung „Den Stiftern zur Ehr...“ (Hallorenpokale) auf der Saline. Auch hier stellt sich die Frage, ob aus dem Festprogramm Veranstaltungen zu entnehmen sind, die eine Verwurzelung des Themas in der Stadtgesellschaft haben. > Salzpokal der Rettungsschwimmer
(DLRG) Bis auf das Salzfest der IG Alter Markt und das Salzfest von FestEvent handelt es sich nur um sportliche Wettkämpfe, deren Pokale nach der Reichtumsquelle benannt sind. Gesamtfazit: Vor dem Hintergrund eines städtischen Jubiläums ist es bedenkenswert, dass ein staatlicher Würdenträger bzw. eine staatliche Institution (Albrecht, Indien-Mission) die stärksten Impulse setzen. Städtische Repräsentation muss daher in erster Linie durch die Stadtumbau-Ausstellung und die Industrie-Ausstellung geleistet werden. Da jedoch der Industrie-Ausstellung eine Vernetzung nicht gelungen ist (oder: nicht gelingen konnte) und es keinen alternativen Ort für das mangels Geld nicht herzurichtende Druckereigebäude gibt, fällt das Schwergewicht auf die Stadtumbau-Ausstellung. |
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zur Industrieausstellung |
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