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Halle, den 7. August 2001
Sehr geehrter Herr Steckner,
die IfHaS sammelt Geld zum Erhalt hallescher Renaissance-Bauwerke. Um zu
Geld zu kommen, bieten wir Stadtführungen, Wanderungen und Broschüren
(s. Anlage) an.
Für das nächste Jahr bereiten wir eine Stadtführung auf den
Spuren dreier hallescher Familien vor, die aus der Geschichte der Stadt im
19. und 20. Jahrhundert nicht wegzudenken sind.
Gerne würden wir die Familie
Richard Steckner in unsere Führung aufnehmen. In
der Hoffnung, |
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daß Sie
unserem Vorhaben nicht ablehnend gegenüber stehen, möchte ich
Sie bitten, uns zu unterstützen.
IfHaS gibt Studenten der Geschichte und Kunstgeschichte die
Möglichkeit, eigenständig Führungen auszuarbeiten und selbst
anzubieten. Sind die Führungen von außerordentlicher Qualität,
bietet IfHaS dem Studenten die Veröffentlichung seiner Arbeit als Broschüre
an.
Es könnte also sein, daß sich - sollten Sie einverstanden
sein - im nächsten Jahr der Autor der Stadtführung meldet, um Ihnen
einige Fragen zur Familie Steckner zu stellen. Wenn Sie hier helfen könnten,
dankten wir es Ihnen sehr.
Mit freundlichem Gruß
N. Böhnke |
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Kehl,
20.9.01
Sehr geehrter Herr Böhnke,
Dass ich mich über die Kontaktaufnahme freue, habe ich
Ihnen schon am Telephon gesagt und als Dank für das interessante Händelheft
lege ich Artikel bei, die 1985 im Elsaß erschienen sind. Die beiliegenden
Bilder vom Kühlen Brunnen habe ich vor 30 Jahren aufgenommen im Zustand
vor dem seitdem fortgeschrittenen Verwitterungsprozeß. Auch der Glanz
des gegen 1985 aufpolierten händelschen Rückens hat sich wieder
verflüchtigt.
Zur Verfügung stelle ich gern Auskünfte und
Unterlagen für Führungen zu den Bauten, die zur Familiengeschichte
gehören der Richard St. und der Reinhold St. Die Anfänge lagen
in Merseburg, Verbindungen gab es nach Salzmünde und Mücheln.
Dazu müssten wohl noch ergänzende Archivunterlagen beschafft
werden. Gut wäre es daher, wenn der Kontakt recht früh hergestellt
werden könnte zu dem künftigen Autor, und wenn ich mir ein ähnliches
Programm als Beispiel schon einmal ansehen könnte. Haben Sie damit
Erfahrungen, wie war das Echo in Halle?
Mit freundlichen Grüßen
Steckner |
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Kehl, 4.2.02
Sehr geehrter Herr Böhnke,
Ich war neulich in Halle und hätte gern mit Ihnen die
vorgesehene Führung besprochen. Meine Liste von Steckner-Adressen ist
ziemlich lang geworden. Man sollte also überlegen, wo die Schwerpunkte
gesetzt werden können. (
)
Vor allem interessiert mich die angekündigte Führung
von Halle nach Salzmünde. Bitte nennen Sie rechtzeitig das Datum.
Das Programm von Herrn Bachmann habe ich, aber Steckner kommt nicht vor.
Es gibt Zusammenhänge. Reinhold St. und Boltze haben zusammengearbeitet.
Die Mutter meiner Großmutter war Tochter eines Eltze und Enkelin
des Ökonomierats August Boltze in Salzmünde; sie wurde 1861
geboren.
Ich höre gern wieder von Ihnen. Hoffentlich gelingt Ihnen Ihr Projekt!
Mit freundlichem Gruß,
Ihr
C.H. Steckner |
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Kehl,
29.3.02
Sehr geehrter Herr Böhnke,
Vielen Dank für diese umfangreiche und interessante Anekdotensammlung.
Dem alten Dreyhaupt haben Sie eine Menge von historischem Allerlei für
mehrere Stunden Unterhaltung abgewonnen. Ich finde das recht anregend für
einen künftigen Ausbau Ihres Programms.
Da habe ich noch einen alten Zeitungsartikel über den
Stadtgottesacker. Der hier leider unerwähnte Stadtarchivar Hünicken
hat 1934 mit Stadtführungen angefangen. Von einigen habe ich kurze Notizen
aufgehoben (Ulrichskirche, Rathaus usw.). Das erwähnte Lehnbuch kenne
ich nicht, aber Ihnen könnte es Stoff liefern. Den Stadtgottesacker haben
Studenten des Kunstgeschichtlichen Instituts nach meiner Erinnerung wohl kurz
vor 1989 aufgenommen. Damit ließe sich wohl eine Kombination von Familien-
und Personengeschichte mit Kunstgeschichte und Denkmalschutz, bezogen auf
die Renaissance herstellen, die Neugier und Interesse weckt für die Ziele
Ihrer Initiative. Vielleicht noch einige Beispiele:
1. Vom Göbelschen Geschichtsbrunnen (Kardinal Albrecht
etc., Nickel Hoffmann u.a.) zu den Schauplätzen (Residenz, Moritzburg,
Kühler Brunnen, Marktkirche, Stadtgottesacker, Brüderstr. 6, Gasthof
Rose
).
2. 500 Jahre Universität. Architekten, Professoren, Studenten, Institute,
Wissenschaft und Politik. Christian Wolf, Thomasius (Hexenprozesse, Tolerant,
Sprache).
3. Familien- und Wirtschaftsgeschichte. Von Banken Lehmann und Reinhold Steckner
(Kleinschmieden, Markt, Külz-Str., Neuwerk) zu Eisenbahn, Zuckerfabriken,
Maschinenfabriken bis Boltze, Salzmünde (Rübenanbau, Bodenschätze,
Kapital, Transport)
4. Burg Giebichenstein, Neuwerk, Archiv, Sammlung Moritzburg, Thiersch (Vorgeschichtsmuseum),
Crodel (Tulpe), Weidanz (Wittekind), Marcks u. Thiersch (Giebichensteinbrücke).
5. Denkmalpflege. Bei der Arbeit im Dom. Marktkirche, Kühler Brunnen
(Problem, Möglichkeiten). Umkreis Alter Markt
6. Themen aus Dolgners Arbeiten: Warenhäuser, Gasthäuser, Villen,
Fabriken - Architekten, Bauherren, Bewohner, Wirtschaftliche Entwicklung vor
u. nach der Wende.
Nachträglich noch einen Ostergruß und meine besten
Wünsche für den Fortgang Ihrer Projekte.
Mit freundlichen Grüßen
C.H. Steckner |
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Halle, 29. April 2002
Exkursion in den Saalkreis am 4. Mai 2002
Sehr geehrter Herr Steckner,
bitte entschuldigen Sie die verspätete Zusendung der
Einladung zur Exkursion.
Wir treffen uns um 10:00 Uhr in der Kleinen Ulrichstrasse
7. Von dort aus geht es zum Marktschlösschen (Innenbesichtigung). Mit
dem Auto fahren wir nach Bennstedt (Gutshaus Koch, Kirche), Teutschenthal
(Würdenburg, St. Vitus und St. Laurentius, Schloss - Mittagessen) und
Salzmünde (Friedhof, Bierhügel, Markt).
Ich freue mich auf unser Zusammentreffen und verbleibe
mit freundlichen Grüssen
N. Böhnke |
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