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Franz Knauth (1853)
O. Schulze (1909)
R. Robert Rive (1934ff)
Victor Klemperer (1948f)
Christa Wolf (1960ff.)
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Sehr geehrte Damen und Herren,
ich möchte die Frage auseinandernehmen, bevor ich versuche, mich an ihre
Beantwortung zu machen. "Ansich", schreibt Georg Wilhelm Friedrich
Hegel in seiner Phänomenologie des Geistes (1. Auflage 1807), "ist
die abstrakte Allgemeinheit, in welcher von seiner Natur, für sich zu
sein (...), abgesehen wird." (24) Der Duden definiert "an sich"
als "in seinem Wesen" oder "in seiner eigentlichen Bedeutung".
Es geht also um die Frage, ob es eine allgemeine Charaktereigenschaft oder
vielleicht auch mehrere allgemeine Charaktereigenschaften der Menschen gibt,
die in Halle leben. Der Untertitel der Frage betont, dass es sich in einem
zehnminütigen Referat nicht um eine wissenschaftliche Ausarbeitung handelt.
Sondern lediglich um Betrachtungen und kurze Erläuterungen zu einem weitgehend
unbearbeiteten Feld. Das Thema ist "subjektiv". Insofern als dass
bei Bejahung der Frage die Beurteilung der Charaktereigenschaften natürlich
immer von dem Standpunkt des Urteilenden abhängig ist.
Zuerst stelle ich drei Sichten auf die Menschen in Halle vor (I.). Dann möchte
ich kurz die Ergebnisse einer brandaktuellen Studie aus dem Lehrstuhl für
Wirtschaftsgeografie mitteilen (II). Zuletzt nehme ich selbst zur Frage Stellung
(III).
I.
Augustin:
Bemerkungen eines Akademikers über Halle und dessen Bewohner,
in Briefen, nebst einem Anhange (1795)
Vor die Aufgabe gestellt, die "verschiedenen Menschenklassen"
in Halle zu schildern, fasste der 24jährige Christian Friedrich Bernhard
Augustin 1795 die Schwierigkeiten einer derartigen Aufgabe zusammen:
"Jeder einzelne Mensch hat seine ihm allein eigenen Gefühle, seinen
eigenen Geschmack, seine eigenthümlichen Begriffe, und sein besonderes
Temperament. (...) Mit einem Wort, jeder Mensch hat seine ihm allein anklebenden,
Eigenheiten. (...) Jedes einzelne Mitglied der menschlichen Gesellschaft muß
also außer dem, was ihm allein eigenthümlich ist, noch etwas besonderes
besitzen, das ihn mit der Volksmasse verbindet, zu welcher er gehört.
(...) Und hier soll der Beobachter genau bemerken, was allen gemein und was
jedem insbesondere eigen ist."
Augustin, der in Halle studiert hatte, war fest davon überzeugt, dass
das gesellschaftliche wie auch wirtschaftliche Leben der Stadt in der Universität
und den Studenten seinen "Mittelpunkt" habe, "um welchen sich
alles dreht". Seine Beurteilungen der "Volks-" oder "Menschenklassen"
in Halle waren stark von den Eindrücken beeinflusst, die er während
seines Studiums sammelte.
Die Halloren erhielten eine gute Note: "Eine gutmüthige Nation gegen
den, der sich ihre Gunst zu erwerben gewusst hat, besonders gegen die Studenten
(...), die sie auch Schwager nennen und dutzen, aber Todfeinde aller, die
sich ihnen widersetzen, besonders der Handwerksburschen. Sie stehen sämmtlich
für einen Mann und eine größere Eintracht ist kaum denkbar."
Der höhere Bürgerstand, bestehend aus Beamten, Geistlichen und Ärzten
, kam schlechter weg: Die Bürgerschaft an der Spitze der Einkommenspyramide
bliebe "beständig in ihrem Zirkel", sei stolz auf ihren "ersten
Rang" im Gefüge der Kommune und betreibe eine "gewisse Absonderung
von den übrigen Volksklassen". Die Oberschicht besitze Vermögen
und zeige dieses auch, lebe im Luxus und in sinnlichen Vergnügungen,
die "die Oberhand" gewonnen hätten. Augustin gab jedoch zu,
dass er dieses Urteil nicht aufgrund eigener Erfahrungen gefällt hatte.
Schließlich war es ihm als Student nicht möglich gewesen, in den
inneren "Zirkel" der Oberschicht Eintritt zu finden.
Der mittlere und der untere Bürgerstand hätten sich das Verhalten
der Begüterten zum Vorbild genommen. Was Augustin über die Folgen,
die sich daraus insbesondere für die Studenten ergaben, berichtete, sollten
Sie selbst lesen.
Augustin schloss versöhnlich: "Vor Anlegung der Universität
müssen die hallischen Bürger ein herrliches Völkchen gewesen
seyn." Reste "angeborener und natürlicher Gutmüthigkeit"
seien hier und dort anzutreffen. Die Hallenser "sind gastfrei und helfen
gern einem Bedrängten aus der Noth, wenn sie es ohne eigne Aufopferung
thun können."
Knauth : Wegweiser durch Halle und seine Umgebungen (1853)
Franz Knauth begann mit einer Ausgrenzung. Seine "Characteristik"
eines Hallensers würde "die höheren Klassen, die Beamten und
Gelehrten" nicht mit einbeziehen. Der höhere Bürgerstand, noch
immer aus denselben Gruppen zusammengesetzt, wie ein halbes Jahrhundert zuvor,
sei "allenthalben" derselbe. Dies kann als ein Hinweis auf die Personalpolitik
des preußischen Verwaltungsstaates verstanden werden. Auch die "Halleschen
Proletarier" fänden keine Beachtung. Knauth kannte sie nicht. Knauth
beschränkte sich also auf "den" halleschen Mittelstand, wie
schon Augustin vor ihm.
Nun zur "Characteristik": Im geschäftlichen Leben sei der Hallenser
"fleißig und vorsichtig", "Spekulationen und Schwindeleien"
seien ihm fremd. Der Hallenser wisse mit seinem Geld gut umzugehen und bringe
nur für "ganz Außerordentliches Opfer an Geld und Zeit."
Politisch sei der Hallenser "gemäßigt liberal", "Herzenssache"
sei ihm die Politik nicht, "seine Teilnahme an den öffentlichen
bürgerlichen Acten und den Verhandlungen über städtische Verwaltungsangelegenheiten
ist nur in einzelnen Fällen eine besonders rege."
Der Hallenser sei religiös, noch viel eher begeistere ihn jedoch die
Beteiligung an "theologischen Zeit- und Streitfragen". Ganz allgemein
fehle es dem Hallenser an "Falschheit, Tücke, nachtragendem Haß
und Groll", er liebe das offene Wort, sei gegenüber dem "Mitbruder"
wohltätig und verhalte sich dem Fremden gegenüber "eher"
verschlossen. Da er nicht wisse, "ob er Großstädter oder Kleinstädter"
sei, fehle ihm dem Unbekannten gegenüber ein selbstbewusstes Auftreten.
Wer aber längere Zeit in Halle gelebt habe, klage nur noch selten über
"Mangel an Zuvorkommenheit und Gefälligkeit, an Ehrlichkeit und
Zuverlässigkeit des Hallensers."
Rive:
Lebenserinnerungen eines deutschen Oberbürgermeisters (1934-39)
Gehen wir ein gutes halbes Jahrhundert weiter und lassen einen Mann sprechen,
der für die Entwicklung der Stadt Halle auch über das Ende seiner
Amtszeit hinaus wegweisend war: Richard Robert Rive. Rive hatte in Breslau
Jura studiert, sein Referendariat abgeleistet und sich anschließend
als Rechtsanwalt niedergelassen. 1899 wurde Rive als besoldeter Stadtrat in
den Magistrat der Stadt Breslau gewählt.
Als 1905 Oberbürgermeisterwahlen in drei preußischen Städten
anstanden, hatte die größte der drei, Halle, mit Rive Fühlung
aufgenommen. "In dieser Großstadt, berühmt durch ihre Universität
und hervorragend durch Handel und Industrie, war der Breslauer nie gewesen;
kein einziger ihrer Einwohner war ihm bekannt." Da es üblich war,
"daß die Kandidaten mit den Wahlberechtigten persönliche Beziehungen
aufnahmen und sich an Ort und Stelle zeigten", konnte Rive die "dringende
Einladung zu persönlicher Rücksprache" nicht ausschlagen. Rive
begab sich also "zum ersten Male in die fremde Stadt und zu den unbekannten
Menschen, auf deren Boden ihm vielleicht ein neues Schicksal werden sollte."
Die Vorstellung verlief gut und Rive wurde zur allgemeinen Überraschung
im ersten Wahlgang mit großer Mehrheit gewählt.
Welchen Eindruck machten die "Einwohner" der Stadt, die "unbekannten
Menschen" auf Rive?
Die Mängel der Organisation der Stadtverwaltung waren Rive ins Auge gesprungen,
aber, so der Breslauer, "die vielen Menschen, mit denen der OB nun gemeinsam
arbeiten musste, ließen sich in ihrem Wesen nicht so schnell erkennen."
Kurz nach der Wahl hatte ihm ein "alter Kenner der Stadt und ihrer Bürger"
gesagt: "Wenn sie ruhig amtieren und Beifall haben wollen, so entwickeln
Sie so wenig Initiative wie möglich."
Die Stadtverordneten waren in "politischer, wirtschaftlicher, beruflicher
und sozialer Beziehung" gruppiert, der "Gedanke des Gemeinwohls
war nicht mehr das Band, das die Stadtverordneten schließlich immer
wieder vereinigt hätte." Insbesondere war Rive der "ganz unverhältnismäßig
starke Einfluß" der Haus- und Grundbesitzer aufgefallen (Halle
als "Stadt der Hausagrarier" ). Gerade in Hinblick auf den "genialen"
Stadtbaurat Ewald Genzmer sagte Rive: "Wenn es sich um Entfernung einer
unliebsamen Persönlichkeit handelte, kannten sie (= die Stadtverordneten)
keine Sparsamkeit."
Mit Blick auf seine zukünftigen Kollegen im Magistrat, die sich ebenfalls
beworben aber gegen den Breslauer verloren hatten, war Rive skeptisch: "Konnten
die Gefühle der bei der Wahl Übergangenen so gestimmt sein, daß
für den viel jüngeren, aber erfolgreichen Fremdling freundliche
Aufnahme zu gewärtigen war?"
Rive hatte in seinem bisherigen Breslauer Wirkungskreis gute Erfahrungen gemacht:
Unter den Magistratsmitgliedern herrschte "Freundschaft", zwischen
Magistrat und Stadtverordneten sowie zur Regierung "persönlich und
amtlich gute Beziehungen", die "allem Arbeiten einen tragfähigen
Boden" gaben.
In Halle schienen die Verhältnisse anders zu sein: "Ein tiefer Riß
ging durch die Pflichten- und Arbeitsgemeinschaft" des Magistrats, "indem
eine Oberbürgermeister- und eine Bürgermeister-Gruppe bestand und
sich in ihren Angehörigen gegenseitig bekämpfte. Zwischen beiden
städtischen Körperschaften bestand offenkundige Feindschaft, das
Verhältnis zur Aufsicht führenden Regierung war gespannt."
Erlauben Sie mir auch Rives Erklärung für die Spannung zu nennen:
"Beide Teile hatten sich gegenseitig nie recht kennengelernt und kein
Vertrauen zueinander gefasst, und daher war ihr Verkehr fremd und förmlich
geblieben."
Aus dem Rückblick der Jahre 1934 bis 1939 fasste Rive seinen ersten Eindruck
von Stadt und Bewohnern so zusammen:
"Im ganzen betrachtet war das Bild, das die Stadtverordneten-Versammlung
bot, wenig erbaulich. Es stimmte mit dem äußeren Bilde der Stadt
und dem kommunalen Leben ihrer Einwohner (...) überein. Die meisten Einwohner
waren ja Fremdlinge (wie er!, NB); der gewaltige Zustrom von außerhalb
hatte sie während der letzten Jahrzehnte in die Stadt geführt. Die
Zahl der wirklich Einheimischen war in der Flut der neu Hinzugekommenen beinahe
verschwunden. Unausgeglichen und widerspruchsvoll war das Wesen der Stadt;
nach Namen und Geschichte war sie alt, und nach dem Stande ihrer letzten Entwicklung
war sie jung."
Zusammenfassung:
Rive traf auf:
- eine zerstrittene Verwaltungsspitze
- eine zu ¾ ihrer Mitgliederzahl aus eigenwohlorientierten Hausbesitzern
bestehende Stadtverordnetenversammlung und
- eine Einwohnerschaft, die sich mit der Stadt nicht identifizierte, da sie
aus dem Umland und der "Fremde" hinzugezogen war, um Arbeit zu finden.
Exkurs: Rives Wandlung vom Fremden zum Hiesigen
Negatives Beispiel 1906: Der Fremde
Nach der ersten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung, während der
der neue OB in sein Amt eingeführt worden war, schloss sich ein Festmahl
an. Die Mitglieder der städtischen Körperschaften - mit Ausnahme
der Sozialdemokraten - nahmen fast alle daran teil. "Weitere Kreise der
Bürgerschaft sowie Vertreter der örtlichen Behörden" waren
nicht eingeladen. Die Veranstaltung empfand Rive als misslungen: "Wie
waren doch diese Mitbürger anders geartet als in der schlesischen Heimat!
Sie wurden nicht recht warm miteinander, heitere Gemütlichkeit und harmloser
Scherz schienen ihnen nicht zu liegen, und für die Freuden kollegialen
Zusammenseins hatten sie offenbar wenig Sinn." Tags darauf erlebte Rive
Ähnliches. Nach der ersten, kurzen Magistratssitzung lud Rive dessen
Mitglieder zu einem Frühschoppen in einer nahe gelegenen Weinhandlung
ein, um der Sitzung eine "besondere Note" zu verleihen. Rive erinnert
sich: "Die Kollegen kamen auch alle, und nach einer Rede des OB wurde
ein Hoch auf die Kollegialität ausgebracht; als aber die gewohnte Zeit
des häuslichen Mittagmahles heranrückte, verließ einer nach
dem anderen den OB, und nach etwa einer Stunde saß dieser mit seinen
Breslauer Anschauungen über Kollegium und Gemütlichkeit allein da.
Die freundliche Absicht war an der unerschütterlichen Solidität
dieser Männer gescheitert."
Positives Beispiel 1917: Der Hiesige
11 Jahre nach dem Antritt und ein Jahr vor dem Ablauf seiner Amtszeit
gelang es einem der "meistbegüterten Bürgern der Stadt",
Friedrich Kuhnt , dem OB zu verdeutlichen, dass er ihn "hier behalten"
wollte. Kuhnt stiftete 1917 - mitten im Krieg - 150.000 Mark, mit denen
die Stadt das Grundstück Neuwerk 5 kaufen konnte, um es "ganz
dem OB zu seiner unentgeltlichen, alleinigen Verfügung für Wohn-
und Repräsentationszwecke" zu überweisen. Rive wusste,
den "unvergleichlichen Wert der Stiftung" einzuschätzen:
"Sie gab dem OB das Gefühl der Bodenständigkeit, indem
sie ihn auf unabsehbare Zeit mit dem Grundstück und durch dessen
Besitz mit der Stadt verband."
Klemperer: So sitze ich denn zwischen allen Stühlen (1945-49)
Mit Victor Klemperer möchte ich als vierten "Zeugen" einen
Wissenschafter und Politiker zu Wort kommen lassen. Klemperer, der Philosophie,
Romanistik und Germanistik studiert hatte, lehrte zwischen 1920 und 1935 an
der TH Dresden. 1935 aus seinem Lehramt wegen seiner jüdischen Herkunft
entlassen, wurde er ab 1940 in verschiedene Dresdener "Judenhäuser"
eingewiesen. Er überlebte den Nationalsozialismus, wurde im November
1945 Professor an der TU Dresden, 1948 an der MLU Halle und an der Humboldt-Universität
Berlin. Seit 1945 Mitglied der KPD, erkannte er einerseits, wie Aufmärsche
und Reden denen im NS glichen , engagierte sich aber andererseits für
eine von sowjetischen Bajonetten getragene sozialistische Republik. Grund
war seine Furcht vor Antisemitismus und Antibolschewismus.
Klemperer verzichtete - ähnlich wie Rive - auf eine Beschreibung des
Hallensers als "abstrakte Allgemeinheit". In seinem Tagebuch schrieb
er: "...was geht mich die Menschheit an, was heißt Menschheit?
Es gibt immer nur das Einzelwesen, das Ich in seinem kleinen Ichkreis."
Seine erste Begegnung mit zwei Hallensern, dem Kurator der Universität
und einem "Regierungsmann" in Berlin, verlief positiv. Die Hallenser
strömten gesunde Skepsis aus und schienen zur Gruppe der Pragmatiker
zu gehören. Ein Brief, den er im Zusammenhang mit seiner Berufung aus
Halle erhielt, "klingt so kühl, als sei ich der Univ. aufoktroyiert
u. wenig genehm."
Klemperer traf am 18. Mai 1948 in Halle ein und bekam dort ein Zimmer in der
Chirurgischen Klinik. Zwar war die Oberin sehr freundlich, jedoch hatte sie
kein Essen vorbereitet. Klemperer musste also in das einzige in der Nähe
noch geöffnete Lokal gehen, nur um dort "unzulänglichsten Kohlfraß"
zu erhalten. Kaum hat er zu Ende gegessen, hörte er: "Der Chef möchte
hier gerne Skat spielen, bitte an einen anderen Tisch!" Am nächsten
Abend lud ihn die Oberin zum Abendessen in ihre Wohnung ein: "Wie so
ein Zimmer aussieht:", schreibt Klemperer, "elegant, betont privat,
kleine Bibliothek, gediegen u. betont bürgerlich, klassisch, humanistisch."
Eine weitere Begegnung mit einem Vertreter des Bürgertums (am 3.1.49)
beschreibt Klemperer ausführlich: "Dann war noch hier Troitzsch,
der Verteiler der Lebensmittelkarten, Chef (und Erbe vom Vater her) der Firma
Arnold u. Troitzsch (Textilien etc.) am Markt, LDP-Mann. Sehr bedrückt
und pessimistisch, den selbständigen Kaufmann fresse die Entwicklung
auf. Von der Stimmung der Leute: es gebe das Gerücht, im März werde
es eine `Bartholomäusnacht´ geben, womit wohl die nazistische `Nacht
der langen Messer´ gemeint ist, oder gar eine sicilianische Vesper mit
westlicher Unterstützung. Wahnsinniges Gerücht, aber charakteristisch
als Gerücht."
Kontakt mit halleschen Arbeitern hatte Klemperer bei verschiedenen Vortragsnachmittagen
und -abenden geschlossen. Im Volkspark hatte er am Tag der Sozialistischen
Oktoberrevolution (7.11.48) vor mehr als tausend Menschen gesprochen, davon
die "Überzahl" Arbeiter. Da man ihm im Nachhinein sagte, dass
die Rede zwar gut war, aber von den Arbeitern wohl kaum verstanden worden
sei, hatte er das bittere Gefühl, sich "zu vergeuden". Nach
einer Veranstaltung im Stadtschützenhaus (10.1.49) gerät er in eine
Diskussion mit einem Arbeiter: "Sehr rührend ein Arbeiter, der von
vielem wirr, von der Enge des Arbeiters sehr überzeugend sprach. Furchtbar
sein Satz: die Arbeiter müssen zusehen, wie alle Russenpakete an die
Intelligenz gehen - ich muß den Leuten immer wieder sagen, es sei eben
ganz notwendig, die Intelligenz zu gewinnen! Furchtbar nach zwei Seiten hin:
wie gering schätzt er die so zu gewinnende Intelligenz ein, u. wie groß
ist der Futterneid der Arbeiter, die doch selber jede Art von Zulage erhalten."
II.
Studie aus der Fachgruppe
Wirtschaftsgeografie des Instituts für Geografie der MLU
( 1) Der Lehrstuhl hat 1447 Hallenser befragt. Die erste Frage lautete:
"Wenn Sie an Heimat denken, an welches Gebiet denken Sie?" Zur Auswahl
standen dabei: das Ausland, andere ostdeutsche Bundesländer, andere westdeutsche
Bundesländer, Bayern, Deutschland, Halle bzw. seine Stadtteile, Halle
und Umgebung, Mitteldeutschland, Ostdeutschland, Sachsen, Sachsen-Anhalt,
Thüringen und Sonstiges. Dabei wurde zusätzlich gefragt, ob der
Befragte in Halle geboren worden sei.
Die höchste Stimmenzahl konnte "Halle bzw. seine Stadtteile"
verzeichnen. Insgesamt 695 (49,2%) Befragte dachten an Halle, als Sie an Heimat
dachten. Davon wurden 66,8 % in Halle und 33,2 % nicht in Halle geboren. Nimmt
man diejenigen, die "Halle und Umgebung" angekreuzt hatten dazu,
erhöht sich der Prozentsatz derjenigen, die Halle als ihre Heimat empfinden
auf 64%.
(2) Die zweite Frage hieß: "Wie würden Sie den durchschnittlichen
Hallenser einstufen?" Antworten konnten "freundlich", "weniger
freundlich", "indifferent", "eher unfreundlich",
und "unfreundlich" ausfallen.
Die höchste Häufigkeit konnte im mittleren Bereich festgestellt
werden. 41,8% Befragte stuften den Hallenser als "indifferent" ein.
Diesem Ergebnis folgten 484 Stimmen, also 33,7%, die den Hallenser als "freundlich"
bzw. "weniger freundlich" einschätzten. 345 Befragte glaubten,
dass der Hallenser "eher unfreundlich" bzw. "unfreundlich"
sei.
(3) Die dritte Frage wollte die Zufriedenheit oder Unzufriedenheit des Hallensers
feststellen. Die höchste Häufigkeit fanden die Studenten im negativen
Bereich; 406 Stimmen, also 28,1%, bezeichneten den Hallenser als "unzufrieden".
Nimmt man die Antwort "unzufrieden" hinzu, empfinden 772, also 53,4%,
den Hallenser als "eher unzufrieden" bis "zufrieden".
Dagegen nahmen nur 19,5 % an, der Hallenser sei "weniger zufrieden"
bis "zufrieden".
(4) Glauben Sie, dass der Hallenser weltoffen oder kleinbürgerlich ist?
Die Verteilung der Antworten fiel hier in den drei Bereichen ausgeglichen
aus. Jeweils ein Drittel hielten den durchschnittlichen Hallenser für
weltoffen, indifferent bzw. kleinbürgerlich.
(5) Die fünfte Frage führt uns in den Bereich des "Engagements"
der Hallenser. Die Befragten konnten eine Antwort auf einer Skala von "engagiert"
bis "desinteressiert" abgeben. Die höchste Häufigkeit
fand sich hier im Bereich "indifferent". 24,9% schätzten den
Hallenser als "weniger engagiert" bis "engagiert" ein,
35,2% "eher desinteressiert" bis "desinteressiert".
(6) Gemütlichkeit ist ein nicht zu vernachlässigendes Gut, dass
insbesondere in Deutschland gepflegt wird. Höchste Häufigkeit auch
hier bei der Antwort: "indifferent". 28,2% meinten, der Hallenser
sei ein gemütlicher bzw. weniger gemütlicher Typ; 39,3 % glaubten,
der Hallenser sei "eher hektisch" bis "hektisch".
(7) Die letzte Frage knüpfte an Frage 1 an. Hier wurde nach territorialer
bzw. ethnischer Zugehörigkeit gefragt. An der Spitze stand mit 75% die
Antwort: "Ich fühle mich besonders als Deutscher". Gefolgt
wurde das Ergebnis von ostdeutschem, halleschem, europäischem und stadtteilbezogenem
besonderem Zugehörigkeitsgefühl. Erst dann fühlten sich die
Befragten Sachsen-Anhalt und an hinterster Stelle Mitteldeutschland besonders
zugehörig.
Zusammenfassung: Die Mehrheit der Befragten denkt an "Halle" und
"Halle und Umgebung", wenn sie an Heimat denkt. An erster Stelle
fühlen sich die Befragten besonders als Deutsche, 55% ordnen ihre Gefühle
insbesondere der Stadt Halle zu. Wenn es um die Frage der Freundlichkeit geht,
sind die meisten Befragten der Auffassung, der Hallenser sei weder freundlich
noch unfreundlich (=indifferent). Die Mehrheit der Befragten schätzt
den Hallenser als "eher unzufrieden" bis "unzufrieden"
ein. Engagierte Hallenser gibt es nur 10,5%, die meisten Befragten denken,
der Hallenser ist "indifferent". Gemütlichkeit kennen nur 14,9%
beim Hallenser; "indifferent" ist auch hier die Meinung der Meisten.
III.
Persönliche Stellungnahme
Mit meiner eigenen Meinung möchte ich nicht zurückhalten. Gibt
es eine "abstrakte Allgemeinheit", ein "an sich" der Menschen,
die in Halle wohnen? Vielleicht ist es ein gesundes Misstrauen in große
Worte. Eine Bekannte sagte mir folgendes auf meine Frage nach dem Hallenser
"an sich": "Der Hallenser möchte Taten sehen. Erst wenn
er Taten sieht, wird er anfangen, Dir zu glauben und Dich in seine Kreise
aufzunehmen. Der Hallenser ist zu oft betrogen worden." In Salzmünde
steht auf dem Grabstein der Boltzes: "Die Tat ist stumm."
Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit
Norbert Böhnke |
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Schneider usw.; denn "womit man umgeht, das hängt
einem an", "den Vogel erkennt man seinen Federn."
Wer den Bewohnern von Halle nicht ganz wohlwill, sagt, es gäbe bei ihnen
Hallensern, Halloren und Hallunken, und er rechnet dann am liebsten boshaftig-scherzig
alle zur letzteren Sorte. In solcherlei Gruppierungen nun muß sich mancher
andere Ort auch mancherlei gefallen lassen, namentlich trieb man in früherer
Zeit argen Spott damit. Auf einer Festversammlung in Magdeburg hörte
ich einmal einen Redner sagen: es gibt gute Menschen und böse Menschen
und - Magdeburger. Das war lustig gemeint, es lag aber doch ein recht spitzer
Stachel für die Magdeburger darin. Ja, wäre so etwas in Schilda
oder Schöppenstedt gesagt worden, dann hätte es schon sein mögen.
Doch lassen sich deren Bewohner neuerdings wohl auch nicht mehr eine üble
Nachrede gefallen, sie sind im Gegenteil recht sehr empfindlich in derlei
Dingen. Bei einem Schildaer gesunden Jungen habe ich das einmal selbst erlebt:
er verabreichte dem, der von ihm einen Schildbürgerstreich sehen wollte,
eine derbe Ohrfeige.
Von den Bewohnern Halles ist vielleicht niemand gleich so boshaft, in solcher
Münze heimzuzahlen, wenn er gefragt würde, ob er zu den Hallensern,
den Halloren oder Hallunken gehöre, es sei denn, der Frage mache Miene,
ihn zu der schlimmsten Sorte der letzteren zu zählen, nämlich zu
den Lattchern, denn einen solchen Schimpf darf sich ein rechter Hallenser
nicht antun lassen.
Der Hallenser ist nicht, wie etwa der echte Berliner, ein Besonderer unter
den Menschen, er ist ein ganz gewöhnlicher Durchschnittsmensch, ein Durchschnittsbürger,
nicht hervorragend im Guten und Großen, aber auch nicht im Schlimmen;
dem Hallenser fehlt der große Zug, es hängt ihm viel von einem
Philister an. Doch ist er der ruhige behäbige Philister auch nicht mehr,
den es in früherer unaufgeregter Zeit häufig in den Städten
gab, wie es denn überhaupt einen solchen in der unverfälschten Form
nicht mehr geben dürfte. Philisterhaft sind gar viele, sie sind aber
darum längst nicht mehr rechtschaffene Philister. Mit einem solchen war
auf jede Weise gut auszukommen, er konnte auch wirklich einmal groß
und hochherzig denken und sich begeistern - heute fehlt der rechte Boden für
sein Gedeihen: die Ruhe und Behaglichkeit, Herz und Wärme des Verkehrs.
Begegnest Du etwa heute noch Menschen, die langsam und behäbig ihrer
Spaziergang machen, aller drei vier Schritte stehen bleiben und jedes Mal
eine wichtige Neuigkeit, und immer wieder eine, in breitester Behaglichkeit
und mit dem tiefsten Brusttone der Überzeugung, gleich als ob es sich
um eitel Haupt- und Staatsaktionen handelte, untereinander besprechen und
bis in alle Einzelheiten verfolgen und erwägen? Du findest solche nirgends
mehr, höchstens auf den Bänken der Würfelwiese habe ich unter
Pensionären und Altersrentlern dergleichen beobachtet. Auch in den Schrebergärten
draußen über den Zaun weg lernt man wieder Gespräche führen.
Es ist schade, daß das alte Philistertum - der alte Philister war in
seiner Art ein Charakter - immer mehr vergeht. Es war ein schönes Stück
Menschentum, ein prächtiges Erbe von Behaglichkeit und Selbstzufriedenheit,
eine stille Welt der Ruhe und des Friedens inmitten der Hast und Unruhe. Doch
halt! Die Hast und Unruhe war damals noch nicht da, sie hat eben das Philistertum
totgemacht. -
Die Halloren allein sind die alten geblieben, wenigstens was Beschäftigung
und Kleidung anlangt. Sonst aber hat die Zeit auch ihnen manches genommen,
was sie vor anderen auszeichnete. Da sie aber noch immer mancherlei Vorrechte
haben und alte schöne Erinnerungen unter ihnen fortleben, so wird wohl
noch eine ganze Zeit vergehen, ehe dies alte kernige Geschlecht verflossen
sein wird. -
Wie Neapel seine "Lazzaronis", Paris seine "Gamins", Danzig
seine "Boskes", so besitzt fast jede Stadt eine Anzahl von männlichen
Elementen, die, wie die Vögel unter dem Himmel, nicht säen, nicht
ernten, nicht in die Scheunen sammeln und sich doch nähren - natürlich
auf Kosten ihrer besseren und fleißigeren Mitmenschen. In Halle sind
dies die "Lattcher". Den Namen weiß man sich nicht recht zu
erklären. Oder läge die Erklärung vielleicht sehr nahe, daß
man nämlich ihr Herumlehnen und Herumlatschen, wie der Volksmund sagt,
damit in Zusammenhang brächte? Der Gedanke ist mir gekommen, als ich
tatsächlich einmal den Namen "Latscher" (statt Lattcher) aussprechen
hörte.
Ein festes Band der Gemeinschaft umschließt diese Blüten der Großstadt,
und schon in ihrem Äußeren lassen sie erkennen, daß sie eine
"Zunft" bilden. Sie haben denn auch ihre Beratungen. Früher
erwählten sie dazu am liebsten den Marktplatz. Heute jedoch müssen
sie sich verstecktere Plätzchen aufsuchen, wie den überhaupt die
Glanzperiode dieser eigenartigen Zunft mit dem helleren Lichte in den Straßen
und in den Köpfen mehr und mehr dahingeschwunden ist.
Sehen wir uns einmal einige Teilnehmer der Konferenzen genauer an: dort jener
Alte mit dem aufgedunsenen Gesicht, der geröteten Nase und den langen
Bartstoppeln starrt stumpfsinnig ins Blaue. Offenbar sind seine Lebensgeister
noch nicht geweckt; denn es ist noch früh. Später, bei reichlichem
Alkoholgenuß, werden die schlaffen Züge Leben gewinnen, er wird
dann gesprächig werden, wird alles wissen, über alles reden - aber
nichts tun. -
Ein ganz anderes Benehmen zeigt ein junges, kaum zwanzig Jahre altes Mitglied
der Gesellschaft. Die tief im Nacken sitzende Mütze und der raubtierartig
vorgestreckte Hals zeigen seinen Tatendrang an. Er ist zu allem fähig.
Im Grunde ist er aber feige wie die meisten unter ihnen. Solche Sorte stiftet
bloß an und lässt es andere ausfechten. Unablässig schweift
sein Auge umher, ob nicht etwa ein Polizist ihn beobachtet. -
Ein dritter hat soeben die Flasche, den unzertrennlichen Begleiter eines jeden,
hervorgeholt, prüft wohlgefällig und schmunzelnd den Inhalt, nimmt
einen langen Zug des geliebten Naß und lässt sie kameradschaftlich
die Runde machen. Nun sind alle für eine Weile glücklich und zufrieden.
Bald zerstreuen sie sich, und ein jeder geht seinem "Geschäfte"
nach. -
Kürzlich sah ich einen von der gutartigen Sorte auf einem Gerüst
einer Ausschachtung lehnen, und er mochte wohl, nach seiner Vertiefung zu
schließen, schon stundenlang so gelehnt haben. Nicht berührte ihn,
was um ihn her vorging, gleichgültig und dumpf und stumpf sah er in die
durchwühlten Tiefen. Da ging Bruder Lude vorüber. "Aude",
rief der, "hast´n den Kolonne ungen in Gange?" Das mochte
an seinen Ehrgeiz gehen, sie mochten sich auch vorher gehäkelt haben
- doch sah er sich nicht etwa auf, rührte sich auch nicht im geringsten,
aber seine Augen sah ich schief nach Lude hinschießen, und alsbald kam´s
von seinen dicken wulstigen Lippen unter der aufgedunsenen Nase hervor gleich
einem verhaltenen Strome und ergoß sich über Lude unaufhaltsam,
in Ausdrücken, die ich nicht zur Hälfte verstand, die jedoch in
unverfälschter Natürlichkeit und Kräftigkeit ihresgleichen
suchten. Lude schmunzelte nur dazu, zog eine Priese aus der Tasche, hielt
sie Aude unter die Nase, und als dieser eben in aufkeimender Rührung
und Freundschaftlichkeit zufassen wollte, entzog er sie ihm schnell mit den
Worten: "Proste Mahlzeit, Aude!" und ging seines Weges schmunzelnd
weiter, gerade als ob nichts geschehen. Aude schimpfte fort, noch etwas kräftiger
als zuvor. Die Erregung aber legte sich schnell. Dann lehnte und spann er
weiter - der Faden war aber gar kärglich und dünn.
Von regelmäßiger Lebensweise kann bei solcher Sorte von Menschen
keine Rede sein. Schon aus Zwang sind sie bedürfnislos - nur allein der
Alkohol, der Fusel ist ihnen unentbehrliches Bedürfnis. Die Mittel dazu
verschafft sich jeder auf seine Weise: die einen stellen in Wald und Hain
den befiederten Sängern nach, locken sie auf Leimruten oder nehmen ihre
Nester aus; desgl. sind ihnen Kaninchen und Eichhörnchen eine willkommene
Beute; andere hausieren mit Streichhölzern, Briefbogen, Wäscheklammern
und anderen Sachen, wobei ihre Augen fleißig nach unbewachten kleinen
Dingen in den Häusern umherspähen, denn nichts wir hierin verschmäht,
wenn es auch nur ein paar Pfennige einbringt; und unsaubere Abnehmer und Hehler
finden sich leider noch immer.
Die Märkte im allgemeinen und der große Herbstmarkt bilden die
Festzeiten der edlen Lattcherzunft. Auf mühelose Art wird hier ein Trinkgeld
verdient oder mit List und Hinterlist harmlosen Jahrmarktsbesuchern das Geld
aus der Tasche entlockt. Der Winter ist ihre schlimmste Zeit, da reicht ihnen
die Natur draußen nicht mehr ihre willkommenen Gaben und gewährt
ihnen zur Nacht nirgends mehr Unterschlupf, es beginnen die Nahrungsquellen
zu versiegen. Einige "arbeiten" wohl gar einmal, lange aber hält´s
nicht vor, ja es wird oft wieder Schluß gemacht, ehe nur ein rechter
Anfang da war, und beide Teile sind des froh. In der Regel aber machen sie
die winterliche Zahl der Arbeitslosen nur größer und wissen den
ehrlichen unter ihnen die Wohltaten wegzuschnappen, die diesen zugedacht waren,
und verleiden so den Wohltätern alle Fürsorge und alles Wohltun.
Ein keineswegs unangenehmer Aufenthaltsort, namentlich zur Winterszeit, ist
ihnen das Gefängnis. Oft wird ein Streich ausgeführt, nur um sicheres
und warmes Obdach zu erlangen. Mancher ist dort ein bekannter und regelmäßiger
Gast. Willig vertieft er sich da in die Geheimnisse des Tütenklebens,
bis die milde Frühlingssonne lacht und mit dem Ende der Haftzeit auch
seine Brust mit neuer Hoffnung sich erfüllt.
Ein merkwürdiges Geschlecht, diese Lattcher, verabscheuungswert bis zum
grimmigsten Hasse - und doch nicht uninteressant. Wir haben ihnen viel Ehre
angetan, aber bloß, damit jeder sie verachte und nie ihren Spuren folge.
Text veröffentlicht in: O. Schulze: Heimatbilder. Halle
und Umgebung, Halle a.S.: Louis Neberts Verlag (Albert Neubert), o.D. (ca.1909),
S. 84-89.
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