| Karl
Siegmar Baron von Galéra: Die Heide - der hallische Stadtwald Zur Erinnerung an den Übergang der Heide in das Eigentum der Stadt Halle im Jahre 1929* |
Tätigkeits-Bericht
des Heide-Vereins über die Jahre 1929-1933 Jaeger/Heymann |
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(Ausdehnung früher und heute) Berge und Flüsse können die Menschen nicht ohne weiteres nach ihrem Belieben verändern, hier beseitigen und dort neu schaffen; sie sind unveräußerliche Bestandteile des Landschaftsbildes. Nicht so die Wälder. Sie sind einem dauernden Wechsel unterworfen: hier werden sie gerodet, dort wachsen sie neu. Allerdings, und das ist wohl überall das gleiche, ist die Abnahme des Waldbestandes größer als die Zunahme, und insofern trägt der Wald vor allem zur Veränderung des Landschaftsbildes bei. Die Vermehrung der Menschen und ihrer Ansiedlungen und die Umwandlung der Wirtschaft vom reinen Ackerbau zur Industrie und zur Nutzbarmachung der Bodenschätze hat vor allem den Rückgang des Waldes bewirkt. Um die Jahrtausendwende war etwa der fünfte Teil des heutigen Saalkreises bewaldet, heute nur noch der dreißigste Teil. Große Waldgebiete sind bereits im Mittelalter und dann auch noch im 19. Jahrhundert verschwunden. So dehnten sich einst die Wälder des Elstertales bis in die Dieskauer Gegend aus. Zwischen Dieskau und dem Bornhöck befand sich noch 1808 ein etwa ein Quadratkilometer großer Wald, der der Rest eines viel größeren war (W.S.V., 87). Oberhalb Halle wies auch das Saaletal größere Waldbestände auf, wovon der "Vogelfang" bei Wörmlitz, der im Mittelalter erwähnt wird, Zeugnis ablegt. Nördlich Könnern, nach Trebitz und Custrena hin, dehnten sich einst große Waldungen, deren Überbleibsel, 500 Morgen, 1810-1840 abgeschlagen wurden (W.S. III, 11). Ebenso zogen sich, dem Bergrücken folgend, von Löbejün große Waldungen über Domnitz, Dornitz nach Rothenburg und Wettin, deren Reste, fünf Quadratkilometer groß, 1817-1838 bei Löbejün geschlagen wurden. Während der Petersberg selbst kahl und unbewaldet war, breitete sich südlich von ihm, in dem Dreieck Petersberg-Brachstedt-Mötzlich, um die Jahrtausendwende ein etwa dreißig Quadratkilometer großer Wald, dessen westliche Grenze sich nach dem Osthang des Götschetales hinüberstreckte. Der Gutenberger Forst, der 1214 erwähnt wird, das Mittelholz und Rockenholz waren die nördlichen Ausläufer davon. Das Abatissinenholz war noch 1887 zwei Quadratkilometer groß, jetzt steht davon nur noch der zehnte Teil. Das jetzt wüste Dorf Altenrode bei Brachstedt wurde einst in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts in diesem großen Wald gegründet. Sind auch die Wälder den Menschen und ihrer Arbeit zum
Opfer gefallen, so lebt doch noch die Erinnerung an sie, an ihr nächtliches
Rauschen und Brausen fort in jenen Sagen vom Wilden Jäger, die am Abatissinenholz,
bei Gutenberg und Räthern, in Löbejün und am Zürnberg
bei Wettin wie an der Heide haften. Wenn die Herbst- und Winterstürme
in den Lüften tosen, dann finden sie heute wohl keine Baumwipfel mehr,
in denen sie wühlen können, aber die Eltern in den Dörfern
erzählen dann ihren Kindern von der Wilden Jagd und dem Schicksal, das
diejenigen trifft, die sich ihr vorwitzig in den Weg stellen: sie werden entführt
oder verlieren gar das Leben, die gelindeste Strafe ist es noch, wenn ihnen
eine gewaltige, zentnerschwere Pferdekeule zufliegt, von der sie essen müssen.
- Menschliche Besiedlung lässt sich im Heidegebiet schon
seit frühesten Zeiten nachweisen. So war Nietleben, wie der Name verrät,
eine germanische (warinische) Siedlung des 5. Jahrhunderts. Ich sehe keinen
Grund, weswegen man in den leben = Namen lediglich Ableitungen von Personennamen
erblicken will. Vielmehr scheint leben ursprünglich eine aus der Landschaft
herausragende, ringsum abgeschlossene trockene Kuppe, dann überhaupt
eine Bodenwelle, eine Anhöhe, eine Berglehne zu bedeuten. So ist Nietleben
die Siedlung auf einer sich neigenden Anhöhe, die Siedlung auf dem schrägen
Hange, so wie Granau eine wasserreiche Wiese an einem abschüssigen Hange
(gran zusammengezogen aus graw-en) bezeichnet. Im 7. und 8. Jahrhundert breiteten sich im Heidegebiet die Wenden aus. Vierzehn Siedlungen legten sie auf den Lichtungen des ausgedehnten Waldes an, sieben davon sind wieder untergegangen. Wohl alle Namen dieser Dörfer deuten auf Sumpf und Tiefe: Zscherben (981 Cirmini) = Leute in der Kerbe, in der Mulde, Dölau (Delowe) = Siedlung im Tale, dasselbe bedeutet Schiepzig (Schipts), Lieskau (1182 Lezcowe) ist die schmale enge Niederung, noch heute bezeichnet "Liese" eine enge Kluft. Lettin (Liudene) muß auf den Urstamm liv, leb - d zurückgeführt werden, der in den Ortsnamen mit leben wiederkehrt: levare sich erheben, also levidi = die Leute an oder auf der Höhe, an oder auf dem Felsen. Der an sich germanische Name wird durch die wendische Endung ena = Leute verlängert. Der Name von Kröllwitz bedeutet: Dorf im Bogen: Krolle, Krölle, bezeichnet eine Biegung, in diesem Falle eine Flusskurve, also Kröllwitz = Dorf in der Flusskurve. Auch die wendischen Wüstungen lassen sich ihrem Namen
nach ohne Schwierigkeit erklären: Peutnitz (1182 Putenice) = Siedlung
am Fluß, Motisch = Ort im Schlamm (bei Lettin, 800 m westl.), Groisch
oder Rodewitz (oberhalb Ragoczy, 1500 eingegangen), Dorf auf feuchter Wiese
(groden); Uden (bei Schiepzig, 1470-1500 eingegangen): Leute am Wasser (wodina
= unda = Wasser, vgl. wodka), Delitz (westl. Lieskau): Siedlung um Tale. Granau
ist schon oben genannt worden. Zur Zeit der Karolinger, im ausgehenden 8. Jahrhundert, drangen von Südwesten her die Deutschen an die Saale vor. Sie brachten das Christentum mit, das ihre Herrschaft im Wendenlande befestigen sollte. Stützpunkt der Franken wurden die drei Burgbezirke Salzmünde, Lettin (Liudeneburg), wozu das Heidegebiet gehörte, und Holleben (Hunlevaburg, die jetzt eingerichtet wurden. Um die Wende des 9. und 10. Jahrhunderts gehörte das
Heidegebiet zum Hochseegau (Hósé=gowe). Es kam dann an den berühmten
Markgrafen Gero, von ihm an die Alsleber Grafen, deren Nachkommen die Heide
1145 dem Erzbistum übereigneten. In diesen wechselvollen vier Jahrhunderten
änderte sich in der Besiedlung des Heidegebietes wenig. Wahrscheinlich
im 10. Jahrhundert entstand, 800 m südöstlich von Schiepzig, das
heute wüste Dorf Überrode, während die beiden Wüstungen
Ersdorf (bei Kröllwitz) und Schwötzdorf (1000 m nordöstlich
Nietleben) erst dem 12. Jahrhundert entstammten. Länger als fünfhundert Jahre bleibt nun die Heide und mit ihr die Heidepflege, worunter die im Heidegebiet liegenden Dörfer zu verstehen sind, beim Erzbistum und später beim Herzogtum Magdeburg. Das Schicksal des Waldes verkettet sich mit dem der Salzstadt, die das Holz nicht nur zum Bauen, sondern auch zum Salzsieden braucht. Klöster, Ministerialen und Patrizier werden mit Heidemarken belehnt (1182 geht ein Teil des Lintbusches in den Besitz des Klosters Neuwerk über), und im 13. Jahrhundert wird der Wald vom Ufer der wilden Saale an abgeholzt, bis das ganze Gelände zwischen Saale und heutiger Heide waldfrei ist. Auch veranstalteten die Stiftsvasallen, die Pfänner und die übrigen Patrizier häufig Jagden in der Heide, was dem Erzbischof nicht lieb war, da diese Jagden ihm selbst das Wild wegnahmen. So trennte schließlich Erzbischof Johann im Jahre 1470 das Heidegebiet in das erzbischöfliche und das Pfänner"gehege". Der Erzbischof behielt für sich das kleinere, aber wildreichere "Gehege", dessen Grenzen folgende Punkte bestimmten: Gimritz, Weinberge, Nietleben, Granau, Lintbusch, Zorgeswald, Schiepzig, Uden, Lettin, Ersdorf, Kröllwitz. Das innerhalb dieser Linie liegende Waldgebiet heißt heute noch "Heide" = Gehege. Der Lintbusch hatte seine besondere Entwicklung. Im 14. Jahrhundert gehörte er den Ministerialen von Reveningen und denen von Rammelburg. Von 1404-1539 waren die Paulinermönche die Besitzer des Gehölzes, nach ihnen der Rat der Stadt Halle, der den Busch 1811 an den Rittmeister Koch in Bennstedt verkaufte. Die Administratoren kümmerten sich im 16. Jahrhundert wenig um die Heide. Die Wölfe beherrschten das Waldrevier, und der einzige, der von Amtswegen sich regelmäßig durch den gefährlichen Wald begab, war der Lettiner Pfarrer, den die Küster von Dölau bzw. Nietleben mit einem Spieße bewaffnet begleiten mussten, um ihn vor den Wölfen zu schützen. Erst der Administrator Christian Wilhelm, der 1616 die Prinzessin Dorothea von Braunschweig-Wolfenbüttel geheiratet hatte, hatte Sinn und Verständnis für den Wald. Zunächst erbaute er ein Jagdschlösschen bei Nietleben an der Heide, wo später die Fasanerie stand. Dann pflanzte er viele Tausende von Bäumen auf den von ihm benannten Bischofswiesen und dem Bischofsberge an, die zum "Ewigen Gehege" erklärt wurden. Wahrscheinlich errichtete er auch ein Jagdhaus auf dem Kellerberg, dessen Keller bereits 1655 als wüst bezeichnet wird. Auch einen Tiergarten legte er an, der das Mittelstück der Heide von Kuhberg bis Waldhaus, Roter Berg, Wolfsschlucht umfasste. Allerdings, der Einfall der Wallensteiner 1625 zerstörte diese Herrlichkeit wieder. Gründliche Verwüstung richtete der Schwedengeneral Banér an, der vom Januar bis März 1636 das Heidegebiet und die Heidedörfer besetzt hielt und drangsalierte. Drei Schwedenschanzen in der Heide, von denen wenigstens eine in der Nähe des Heidefriedhofs, noch vorhanden ist, stellten die Verbindungen zwischen den Dörfern her. Der letzte Administrator, Herzog Augustus (1635-1680), musste durch strenge Gesetze der Zuchtlosigkeit und der Wilddieberei steuern, die infolge des langen Krieges eingerissen waren. Er selbst hielt in der Heide große Jagden, vor allem auf Füchse und Wölfe, ab. 1680 wurde die Heide kurbrandenburgisch. Kurfürst Friedrich
III. legte 1697 am Südrande bei Nietleben, da, wo ehedem das Lustschlösschen
des Administrators Christian Wilhelm stand, die Fasanerie an, deren kostspieliger
Zweck die Aufzucht zahmer Fasanen war. Sonst aber änderte sich nichts
an der Heide. Niemand wagte sich in den Wald, in dem das ganze 18. Jahrhundert
hindurch noch Raub, Mord und Gewalttat verübt wurde. 1784 war er 7 ½
Quadratkilometer groß, wovon 6 ¾ Quadratkilometer reines Forstgebiet
waren. |
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Das Gebiet zwischen Heide und Saale war seit dem 13. Jahrhundert von zahlreichen Weinbergen bedeckt, die hallischen Bürgern, Pfännern und Patriziern gehörten. Die Blütezeit dieser Weinberge wird auf das 14. Jahrhundert verlegt, während um 1700 ein starker Niedergang zu verzeichnen ist. Zu gewisser Weltberühmtheit gelangte im 18. Jahrhundert der Nietleber Weinberg des Aufklärers und Philosophen Dr. Carl Friedrich Bahrdt (1741-1792), der nach einem abenteuerlichen Lebenslauf als Professor, Prediger, Erzieher und Superintendent seit 1779 als Schankwirt seines Weinberges bei Halle lebte und dort Jahre hindurch die halleschen Studenten und Professoren durch seine geistreichen Gespräche und Disputationen an sich fesselte. Eine gewisse innere Verwilderung und Zuchtlosigkeit, wie sie wohl aus den starken politischen Spannungen des 18. Jahrhunderts sich vielfach ergaben, waren das Unglück dieses genialen Mannes. Er bemühte sich, den Geist und die Geselligkeit seines Jahrhunderts auf seine Weise zu vereinen, geriet dabei aber mit der staatlichen Obrigkeit in Konflikt. Er war seit 1777 Mitglied der englischen Großloge und gründete selbst 1788 die Loge der Deutschen Union der XXII. | |||||||||||||
| Diese Logentätigkeit war nicht der eigentliche Grund für seine Gefangennahme und Festungshaft 1789 und 1790, sondern vielmehr seine beleidigenden Schriften, die er gegen das Religionsedikt Friedrich Wilhelms II. veröffentlichte. Der schwerste Schlag aber, der ihn traf, war der Tod seiner Tochter Hannchen 1790, an der er mit allen Fasern seines Lebens hing, zwei Jahre später starb er selbst und wurde auf dem einsamen Friedhof von Granau, unter rauschenden Bäumen, begraben. | ||||||||||||||
| Bis in die dreißiger Jahre des 19. Jahrhunderts erhielten
sich verschiedene Weinberge, unter ihnen auch der von Bahrdt, dann verschwanden
auch sie. 1844 wurde auf dem Bahrdtschen Weinberg die Irrenanstalt eröffnet,
die dort neunzig Jahre bestand. Heute erinnert nur noch das Ausflugslokal Weinberg
an das einst sehr ausgedehnte Weinbergsgelände zwischen Heide und Saale
auf Nietleber und Kröllwitzer Flur. - (Industrie im Heidegebiet) Mit der Errichtung der Cröllwitzer Papiermühle 1715/16 hielt die Industrie ihren Einzug ins Heidegebiet. In wachsendem Umfange wird diese Papiermühle zur wirtschaftlichen Grundlage der Kröllwitzer Einwohner, und dann auch des Hinterlandes, der Lettiner und Dölauer Bevölkerung. Das alte Fischereihandwerk tritt in den Hintergrund. Vor allem aber beginnt man seit dem 18. Jahrhundert mit der Ausbeutung der Bodenschätze in Dölau, Lettin, Lieskau. Zscherben, Nietleben. Zwischen Nietleben, Dölau, Lieskau, Bennstedt, Eisdorf, Zscherben breiten sich Kohlenflöze, deren Ausdehnung auf 27 Quadratkilometer geschätzt wird. Die Hälfte des westsaalischen Kreisgebietes birgt also, soweit es außerhalb des Flussgebietes der Saale liegt, Kohle, das Nietleber Grubenfeld allein beträgt 4,56 Quadratkilometer. Bereits 1715 schürfte man in Zscherben nach Braunkohle, baute sie aber noch nicht regelrecht ab. Erst 1736 wurde in Dölau ein Steinkohlenbergwerk eröffnet, das bis 1806 in Betrieb war. Es wurden insgesamt 561 863 Tonnen Steinkohle (im Durchschnitt jährlich 7400) gefördert. Der Bergbau ruhte in der Franzosenzeit, wurde erst 1852 neu eröffnet mit dem Schacht "Humboldt", jedoch bereits 1859 wieder eingestellt. In Altzscherben begann der Bergbau recht eigentlich 1796, wurde aber erst von 1839 an systematisch betrieben. Die Grube gehörte bis 1868 dem Staate, von da an der pfännerschaftlichen Saline. Nach den Freiheitskriegen wurde auch in Lieskau Kohle gefördert, doch schon 1820 gab man hier den Bergbau auf. In Nietleben wurde 1826 das Bergwerk "Neuglück" eröffnet, das ein Jahrhundert lang in Betrieb blieb. Neben der Kohle gab es auch andere wertvolle Bodenschätze.
Der Lieskauer Ton ließ Ziegeleien entstehen, der dort vorkommende Kalk
wurde in Öfen gebrannt. 1840 entdeckte man die Kaolinlager bei Lettin
und Dölau, und 1858 gründete der erst 28jährige Ferdinand Bänsch
die Lettiner Porzellanfabrik. Zu jener Zeit beginnt sich auch die Dölauer
Industrie zu entfalten. In Nietleben entstand 1891 die erste Zementfabrik,
1910 folgten die Portlandzementwerke in Granau. So zeigt die im 18. Jahrhundert
beginnende wirtschaftliche Erschließung des Heidegebietes ein mannigfaltiges
Bild: neben die Papierfabrik traten die Bergwerke, ihnen folgten Porzellan-
und Zementfabriken, Ziegeleien, Kalköfen. Heute ist das Heidegebiet aus der innigen Verbundenheit mit
der Stadt Halle nicht mehr wegzudenken. Fast die Hälfte der Erwerbstätigen
der Heidedörfer verdienen ihren Lebensunterhalt in Halle. Landstraße,
Eisenbahn und Autobus ketten die Dörfer eng an die Stadt. Die Heide selbst
wurde 1929 städtischer Besitz. Rings um den Wald herum, in Dölau,
Lettin, Kröllwitz und Nietleben sind neue Wohnviertel entstanden: Einfamilienhäuser
in schönen großen Gärten. Damit hat die Heide aufgehört,
ein freier Wald zu sein. Der eiserne Arm der Großstadt umklammert sie
von allen Seiten, eine Möglichkeit, sich auszudehnen, gibt es nicht mehr
für sie. |
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