Hallesche Veranstaltungs- und Heimatkalender |
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I. Veranstaltungskalender sind Freizeitplaner. Im Veranstaltungskalender,
ob er nun "Monatsprogramm" oder "Bewegungsmelder" heißt,
findet der Interessierte am Monatsanfang Veranstaltungshinweise für (fast)
jeden Tag des Monats. IfHaS e.V. stellt nach und nach - wie es die Zeit erlaubt - einige Kalender vor. |
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Monatsprogramm Halle |
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"Führer" und Partei |
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Die Frage "Was gibt´s im Mai?"
steht am Anfang des Kalenders (27). Die Spielpläne des Stadttheaters
und des Thalia Theaters folgen. Hier kurz und knapp die weiteren Kategorien:
"Vorschau des Jahres 1938 I Konzert-Veranstaltungen, Tanzkunst I Ausstellungen,
Messen und Märkte I Tagungen, Vorträge, Führungen, Kurse I
Verwaltungsakademie für die Provinz Sachsen und Anhalt I NSG. `Kraft
durch Freude´, Kreis Halle-Stadt I Sportliche Veranstaltungen I Kleinkunst
und Varieté". Zwei Stadtplanausschnitte und eine tabellarische
Aufstellung von "Museen, Sehenswürdigkeiten und Bauten" folgen.
Zuletzt sind Adressen zu finden: Die der Städtischen Bäder, der
Bibliotheken und Lesehallen, der Städtischen Volksbüchereien, der
Musikbücherei, der Geschäftsstellen von Handel, Handwerk und Landwirtschaft,
der Parteidienststellen, der Konsulate und Reisebüros. |
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| Hallische Nachrichten unter Mitarbeit des Verkehrsvereins e.V. zu Halle und des Stadtamtes für Wirtschaft, Verkehr und Statistik (Hrsg.): Monatsprogramm Halle, Mai 1938, Vordere Umschlagseite | ||||||||||||||||||||||||||||
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Die Ausgabe Mai 1938 wurde der Heimatpflege
in Halle gewidmet. OB Weidemann rief zur "Errichtung eines Heimatmuseums"
auf (S.4f). Der "Stadtarchivar" Hünicken berichtete über
die "Förderung der Heimatliebe durch das Stadtarchiv".
Interessant ist, dass der Stadtarchivar seit 1934 Führungen durch
"Alt-Halle" anbot. "Tausende von Volksgenossen" seien
bereits durch die Führungen "erfaßt" worden. Prof.
Schulz schrieb über "Die Landesanstalt für Volkheitskunde
im Dienste der Heimatpflege", Diakon Sonntag vom "Giebichensteiner
Heimatbund an St. Bartholomäus" lud zu einem "Rundgang
durch die Burg Giebichenstein" ein und Paul Leonhardt stellte den
"Verein für Heimatkunde von Halle und Umgebung" vor. Prof.
Sommerlad fasste die "Heimatarbeit" des "Thüringisch-Sächsischen
Geschichtsvereins" zusammen. "Im Dienste der Heimatpflege"
stand nach den Worten des Stadtbaumeisters a.D. Heymann
der "Heideverein e.V. Halle (Saale)". |
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links: hintere Umschlagseite HK ´34 |
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Der Heimatkalender für Halle und
den Saalkreis |
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Schriftleiter des HK waren: |
Der erste Heimatkalender (1920) gliederte sich in:
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Vorwort des HK für das Jahr 1926: II. "Der Heimatkalender für Halle und den Saalkreis klopft zum siebenten Male an die Häuser und bittet um freundliche Aufnahme. Er kann es nicht lassen, immer und immer wieder um Liebe zu werben, und möchte nicht rasten, ehe ihm nicht jede Tür geöffnet, ehe er nicht in jedem Hause als ein langersehnter Freund betrachtet wird. Genießt er erst das Glück eines wahren `Hausfreundes´ - wie einst Peter Hebel seinen Kalender nannte - dann wird er hoffentlich sein Endziel erreichen können, überall Liebe zu säen, Liebe zur Heimat, die unserm armen Volke so not tut." |
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HK
1925: Erster Beitrag Erich Neuss´: Bilder aus dem halleschen Wirtschaftsleben
vor 125 Jahren (93-96) HK 1927: Register der acht Jahrgänge nach Ortschaften geordnet HK 1930: Kalenderbilder von Hans Finsler ("Lehrer für Lichtbildkunst an der Kunstgewerbeschule i.d. Burg Giebichenstein") |
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Vorwort des HK für das Jahr 1929 (Zehn Jahre HK): "(...) Als Mittel zur Wiedererweckung der Heimatliebe setzte schon lange vor dem Weltkriege das löbliche Bestreben ein, die Arbeiterbevölkerung durch Ermöglichung der Ansiedlung wieder seßhaft zu machen auf eigener Scholle. Demselben Zweck dient auch die Anlage von Schrebergärten für die werktätige Bevölkerung. Die Beschäftigung und der tägliche Umgang mit der Heimaterde macht diese ihrem Bearbeiter und Pfleger immer lieber und werter, und das darauf geerntete und mit dem eigenen Schweiß gedüngte Gemüse will uns besser schmecken als alles gekaufte. Aber viel wichtiger ist doch, daß der Schwerarbeiter nach hartem Tagewerk in staubiger Fabrikluft und zu fremdem Nutzen nun daheim in gesunder Atmosphäre und zu eigenem Vorteil sich leichterer Beschäftigung hingibt, die ihn wieder frisch und zufrieden macht." (28) |
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rechts: Linke Innenseite des HK-Umschlags 1934 unten links: Beilage zum Heimatkalender für Halle und den Saalkreis 1930, Foto: Finsler, Denkstein "Der Not": Gerhard Marcks |
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Geleitwort zum HK für das Jahr 1930 (Schriftleiter: E. Neuss) Anlaß für den Wechsel des äußeren Erscheinungsbildes war der Ablauf der zweiten Amtsperiode OB Rives: Neuss stellte die "lebendige Gegenwart" der Stadt der "großen Gemeinde der Freunde unseres HK" vor. "Es ist eine alte, bittere Erfahrung: der Zeitgenosse geht vielfach blind an den Zeichen und an den Werken der Gegenwart vorüber, und indem er gar zu sehr mit der ihm stets als `gute alte Zeit´ erscheinenden Vergangenheit symphatisiert, ist er unfähig, den rechten Maßstab für das pulsierende Leben um ihn zu finden. Er nörgelt, er kritisiert, bemerkt die Schatten und übersieht geflissentlich das Zweckvolle und Schöne. (...) Die Ereignisse der letzten zehn Jahre haben ihm aber, mag er sonst darüber denken, wie er will, `tausend Möglichkeiten´ zu neuem Leben und Mitwirken gewiesen und an ihm ist es, sie zu nützen." (...)
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