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Organisierter
Knoblauchsmittwoch abgesagt – gefeiert wird trotzdem!
Im Jahre 2002 ergriffen Norbert Böhnke und Ulrich Hellem die Initiative zur Wiederbelebung eines alten authentischen hallischen Brauchtums und riefen den Knoblauchsmittwoch, ein Fest am Mittwoch nach Pfingsten, gefeiert unter freiem Himmel auf der Würfelwiese, wieder ins Leben. Sechs Jahre lang erhob die Stadt Halle gegenüber dem unter der Schirmherrschaft des Polizeipräsidenten stehenden ehrenamtlichen Engagement keine Gebühren, da die für Essen, Trinken und Logistik sorgenden gewerblichen Partner ihrerseits zugunsten des Festes auf Einnahmen verzichteten. In diesem Jahr erging seitens der Stadt Halle erstmalig ein Gebührenbescheid über
670,00 € zur Durchführung des Knoblauchsmittwochs. Gebühren
sollen erhoben werden für nicht-kommerzielle Nutzung (Tanzboden, 250,-€)
und kommerzielle Nutzung (Partner der Gesellschaft, d.h. Landsberger, Hündorf
etc.., 400,-€). Gebühren können wir nicht zahlen, da es keine Einnahmen gibt. Wir werden auch keine Sammlung organisieren, da die Gebührenerhebung auf zumindest einem Irrtum beruht: Es gibt keine kommerzielle Nutzung der Wiese. Wir, die Knoblauchsmittwochgesellschaft, wollen dennoch sowohl am Knoblauchsmittwoch
festhalten. So sagen wir den organisierten Knoblauchsmittwoch ab. Es wird
keinen Bierverkauf, keinen Wurstverkauf, keinen Knoblauchschnaps und keinen
Tanzboden geben. Wir werden die Würfelwiese nicht gemäß Gebührensatzung
nutzen. Aufruf Wenn Sie sich, liebe Hallenser, liebe Freunde und Gäste der Stadt zur
gewohnten Zeit am gewohnten Ort – natürlich mit Selbstverpflegung* – mit
uns auf der Würfelwiese versammeln und den alten Brauch fortsetzen,
zeigen Sie, daß der Knoblauchsmittwoch sehr wohl von öffentlichem
Interesse ist.
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