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Hans von Volkmann:
Jägerbrücke und Moritzburg, 1879-1880. In der Bildmitte ist die Westfront der im dreißigjährigen Krieg zerstörten Moritzburg zu sehen. Hier wurde Landgraf Philipp von Hessen am 19.6.1547 gefangen genommen. Die hölzerne Brücke wurde 1869 vom Verschönerungsverein errichtet. Sie verband erstmalig seit 1762 wieder die Wiese mit dem Jägerplatz. Seit 1914/17 wird der Jägerplatz mit der Wiese durch eine Stahlbetonbrücke verbunden. |
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Die Verbindung zwischen
Jägerplatz und Würfelwiese ist von fast weltgeschichtlicher Bedeutung
- ohne Übertreibung! |
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Gefangennahme Landgraf Philipps
von Hessen |
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Kaiser Karl V. Versuch, die
Deutschen zu beschwichtigen Der Chronist berichtete aus zweiter Hand: "Der Kaiser schickede ein Spannischen Herrn heraus, hett ein wollgestalten Spannischen Gaul under sich, den Hals voller guldenen Ketten (...) der solt die Teutschen Reuter zufrieden sprechen, unnd den Allarm stillen." Der spanische Herr querte gerade die hölzerne Brücke über der Mühlgrabensaale, als sein Pferd von einer Kugel getroffen wurde. Der Reiter stürzte mitsamt seinem Pferd ins Wasser und ersoff ob der schweren Rüstung. Der Kaiser befahl nun dem Erzherzog Maximilian, den Streit zu schlichten. Doch auch Maximilian kam nicht gegen die aufgebrachte Meute an. |
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Er wurde am Arm verletzt und
trug zu dessen Schonung noch wochenlang eine schwarze Binde. Jetzt nahm der
Kaiser, vor Mühlberg "ganz in blanken Waffen, mit dem rothen goldgestreiften
burgundischen Feldzeichen" (...) "sehr ritterlich anzusehen",
die Angelegenheit in die eigenen Hände: "Es kam letzlich der Keyser selbst hinaus, sagt: Lieben Teutschen, ich weis, ir habet keine Schult, gebt euch zufrieden; ich will euch euwern erlittenen Schaden erstatten, unnd bei meinen Keyserlichen Ehren morgens Tages vor euwern Augen die Spannier hengen lassen." Die deutschen Reiter gaben sich zufrieden. Nach der Auszählung der Verluste, 18 deutsche und 70 spanische Soldaten waren gefallen, meinte der Kaiser, dass es einer weitergehenden Bestrafung der Spanier nicht mehr bedürfe. Sastrow lässt nicht erkennen, dass die Deutschen anderer Meinung waren. Literatur: Leopold von Ranke: Deutsche Geschichte im Zeitalter der Reformation, Bd. 4, Leipzig: Duncker und Humblot, 1868 Gottl. Christ. Friedr. Mohnike: Bartholomai Sastrowen Herkommen, Geburt und Lauff seines gantzen Lebens, Bd. 2, 1824 |
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