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Drei
mutige Männer steigen in die Saale – Viele Schaulustige
sehen zu
Halle/MZ/hpo. (31.1.06) Ein bislang wohl einmaliges Schauspiel hat sich am
Samstagnachmittag zahlreichen Schaulustigen am Fuße der Klausberge geboten.
Drei mutige junge Männer wagten sich in die Fluten und eröffneten
damit das Eisbaden an der Saale hellem Strande. Zu ihnen gehörte Norbert
Böhnke,
der die Initiative für Halle und den Saalkreis leitet.
Schon die Vorbereitungen
ließen die Spaziergänger an dem kalten,
sonnigen Tag verwundert zusehen. „Wir haben erst ein etwa ein mal zwei
Meter großes Loch in das Eis gesägt“, so Böhnke, „und
dann eine Leiter in das Wasser gestellt.“ Die sollte verhindern, dass
die Männer von den Fluten unter das Eis gezogen werden. „Wir wollten
keinerlei Risiko eingehen.“ Mit dem Eintauchen bemerke man die Kälte
gar nicht mehr, die Haut sei wie betäubt, schilderte Böhnke das
Eisbaden. Er hat sich wie die anderen beiden knapp eine Minute im Wasser
aufgehalten.
Zu verdanken hat er das Erlebnis, sein erstes dieser Art, Attila
Bistriker, der aus der Ukraine stammt und als Kind Erfahrungen mit solcher
Art Abenteuern
sammelte. Dritter im Bunde war Volker Hesse vom städtischen Umweltamt.
Da sie nicht wussten, ob sie ihr kühnes Vorhaben auch tatsächlich
in die Tat umsetzen, hatten sie zuvor niemandem etwas davon erzählt. „Aber
durch die vielen Schaulustigen hat es sich dann doch recht schnell herumgesprochen“,
so Böhnke, der am Tag vorher schon mal probeweise in die Saale gestiegen
ist – an einem noch nicht zugefrorenen Abschnitt an der Saline. Bekommen
ist den Eisbadern die Aktion ganz gut – zumindest hat sich niemand
einen Schnupfen geholt.
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