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Mittwoch, 13. August 2003, Magazin "hallo Halle"
Moderation: "Aus dem Leben eines Taugenichts" ist wohl sein bekanntestes Werk.
Musik: "Da steht eine Burg über`m Thale " Sprecher: "Da steht eine Burg über`m Thale
" - mit diesem Lied
hat er sich zumindest in Halle unsterblich gemacht: der Dichter Josef Freiherr
von Eichendorff. O-Ton Norbert Böhnke: "Die große Eichendorff-Gedächtnis-Wanderung soll 2005 stattfinden. Sprecher: Auf Eichendorffs Spuren geht es also bis zum Brocken.
"So isses! Sprecher: Am Freitag geht's also los! O-Ton Norbert Böhnke: "Das ist richtig! Sprecher: Als Belohnung winkt nach drei Tagen dann hoffentlich ein atemberaubender
Blick vom Brocken auf das Umland. (Redaktion: Dirk Wegener / Kamera: Andreas Döhle / Schnitt: Dirk Wegener) |
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Freitag, 15. August 2003, Magazin "hallo Halle"
Moderation: Versprochen ist versprochen - liebe Zuschauer!
Sprecher: Freitagmorgen - kurz nach acht - Bahnhof Ballenstedt. O-Ton Olaf Genzel: "Ja, einerseits wandere ich sehr gerne - ich bin zwar auch viel mit
dem Fahrrad unterwegs
. Sprecher: Nachdem man für die Strecke von Halle nach Ballenstedt auf Bus und Bahn
zurückgegriffen hatte, sollte nun endlich gewandert werden. O-Ton Wolfgang Gurke: "Nein, das hab ich leider nicht gewusst - erst als das an mich herangetragen
wurde. Sprecher: Nach seiner Pensionierung als Stadtoberhaupt widmet sich Wolfgang Gurke heute
ganz dem Schloss in Ballenstedt. Keine Frage, dass er die touristischen Chancen einer Eichendorff-Wanderung sofort erkannt hat O-Ton Wolfgang Gurke: "Ich denke, wir brauchen alle ein bisschen Werbung und dieses Schloss
ist ja askanischen Ursprungs und das würd` ich ganz toll finden. Ich finde die Idee hervorragend und ich verspreche als Vorsitzender des Schloss- und Schlossparkvereins, dass wir Sie da sehr unterstützen und wenn wir da was Vernünftiges zusammen machen können hilfts uns beiden " Sprecher: Joseph von Eichendorff jedenfalls hielt sich nicht allzu lange in Ballenstedt
auf - und das wollten auch Norbert Böhnke und Olaf Genzel nicht. Doch da keine Kostverächter - hielten sich die Beiden vorher doch noch einmal ganz genau an die literarische Vorlage Rezitation: "Auf der herrlichen Chaussee froh und wohlgemut unsere Fußreise an."
Dann gings aber wirklich los und wir sagten den beiden "Tschüss!"- bis Sonntag. Eine Erfahrung Eichendorffs möge den zwei Wanderern auf ihrem Weg allerdings erspart bleiben: der Dichter hatte sich nämlich seinerzeit des öfteren verlaufen
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| Montag,
18. August 2003, Magazin "hallo Halle"
Moderation:
unsere zwei Wanderer - die waren drei Tage unterwegs. Gestern - gestern endlich sind sie angekommen und natürlich war auch da ein Kamerateam von uns dabei
Sprecher: Das Wandern ist des Müllers Lust aber wie wir inzwischen wissen, nicht nur des Müllers sondern auch des Dichters und des Hallensers. Und so stand am Sonntag die dritte und letzte Etappe der so genannten Eichendorff-Gedächtniswanderung von Halle zum Brocken auf dem Programm. Nach zwei Tagen auf Schusters Rappen waren Norbert Böhnke und Olaf Genzel inzwischen in Elbingerode angekommen - und die Stimmung war nach wie vor gut.
"Es war sehr schön, wir hatten durchgehend gutes Wetter, die Wege
waren gut. Sprecher: Die letzten Kilometer bis zum Ziel brauchten die beiden Hallenser dann auch
nicht mehr allein zurücklegen. O-Ton Helmut Beiße: "Wir haben das aus der "Volksstimme" erfahren und das fanden wir also richtig interessant, dass Flachlandwanderer aus Halle hier in den Oberharz gekommen sind. Wir sind eigentlich organisiert - wir sind von den Wanderfreunden Ilsenburg und wir finden Elbingerode für Flachlandtiroler interessant, weil Elbingerode schon eine gewisse Höhe vorgegeben hat und das ist wahnsinnig interessant von Elbingerode zum Brocken zu wandern." Sprecher: Und hier sollte es schließlich hingehen: auf den Brocken. Das Wetter jedenfalls spielte mit und so warteten strahlender Sonnenschein, ein Postkartenhimmel und eine phantastische Fernsicht von rund 50 km auf die Eichendorff-Gedächtnis-Wanderer. Kurz vor halb eins war es dann soweit: die vier wackeren Wandersleute erreichten
den Brockengipfel. Und dann kam er endlich, der große Moment
majestätisch entfaltete
sich die hallesche Stadtfahne im warmen Brockenwind
O-Ton Norbert Böhnke: "Die hallesche Fahne hat, meines Erachtens erstmalig in der halleschen
Stadtgeschichte, auf dem Brocken geweht. Und so haben wir das eben dann 198 Jahre später gemacht - für ihn und in Gedenken an ihn." Sprecher: Neben den Eindrücken und der Freude nehmen die beiden Hallenser natürlich
auch handfeste Erkenntnisse mit nach Hause - Erkenntnisse, die dem zweiten
Testlauf im nächsten Jahr zu Gute kommen werden. "Die nächste Brockenwanderung wird mehrere Stationen haben - mehr
als jetzt. O-Ton Olaf Genzel: "Sicherlich gab es Erkenntnisse - für mich konkret. Alles Andere führt zu furchtbaren Blasen " Sprecher: Der Rest ist schnell erzählt
Unsere zwei wackeren Wandersleute jedenfalls träumten nach den ganzen Strapazen nur noch von einem einem Fußbad und ihrem heimatlichen Bett
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