Mit IfHaS e.V.
auf der Straße der Halleschen Renaissance (Tour A: Im Südwesten
der Stadt Halle) |
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Mit dem Auto oder mit der IfHaS (per Bus) können Sie die Perlen der Renaissance rund um Halle erleben. Wir schlagen folgende Route vor: Holleben - Bad Lauchstädt (Schloss) - Querfurt (Korn- u. Rüsthaus a.d. Burg) - Vitzenburg (Schloss: Westflügel des Vorderhofs) - Wendelstein - Laucha - Schulpforte (Fürstenhaus) - Naumburg (Rathaus u.a.m.) - Weißenfels (Geleitshaus) - Mersebg. |
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Gehört zur Gemeinde Memleben, die Burg seit 1998 in Privatbesitz (Berliner Architekt ?). Unterhalb der Burg baut das Land an einer Unstrut-Schleuse. Von Memleben kommend, hatte ich den Eindruck, daß die Lage der Burg sehr der Lage der Wettiner Burg ähnelt. Hoch über dem Fluß erhebt sich - in direkter Fortsetzung der Felsformation - das Mauerwerk der Burg. |
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Burg Wendelstein (1355-1616 im Besitz der
Herren von Witzleben) an der Unstrut
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Der Eingang zur Niederburg war unverschlossen. Vor dem Eingang zur "Kapelle" hing ein Teppich, der den Einblick verhindern sollte. In der Kapelle ein Biergestühl, auf dem saubere Plastikbecher standen. Die Bausubstanz ungeschützt. Ein kleines Schild wies auf die ursprüngliche Funktion des deckenlosen Raums. Ohne Taschenlampe ging ich in ein Gewölbe in der südöstlichen Ecke des Hofes der Niederburg. Nur ein kleiner Lichtschimmer am Ende des Ganges gab mir Orientierung. Dort angelangt, konnte ich nicht mehr als einen quadratischen Raum und ein kleines quadratisches, in der tiefen Wand sitzendes Fenster ausmachen. Das Gewölbe entwickelt sich von Westen nach Osten unterhalb des Mittleren Schlosses. Rundbogige Portale. |
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| links: Ruine der Kapelle (1540, hier: Westempore auf zwei Gewölbejochen, Stützen rund mit gedrehten Profilen) | |||||||||||||||||||||||||
Das Querfurter Tor - mehr ein Tunnel - beeindruckend.
Der Tunnel gekurvt, so daß Durchblick auf Rondell (Nonnenturm) nicht
möglich. Im süd-östlichen Bereich des Querfurter Tores
Aufenthaltsräume für die Wache (?); Wände stark rußgeschwärzt.
Die Räume sind nicht verschlossen und dienen anscheinend der Jugend
als Großfeueranlage. Über die Brücke und das Tor auf die
Oberburg. Auch hier der Eindruck romantisch. Das Obere Schloß besitzt
kein Dach, so daß der Regen ungehindert auf die Gewölbe der
Tordurchfahrt fallen kann. Im Erdgeschoß wachsen Bäume. |
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oben: Oberes Schloß
(1540, mit zweiläufiger Außentreppe und Torfahrt als einzigem Zugang
zur Oberburg)
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oben: Unstruttal,
Memleben und Ausläufer der Finne vom Wendelstein
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Das Portal des Neuen Schlosses trotz witterungsbedingter
Schäden imposant; die Inschrift nicht mehr zu lesen. Der polygonale
Treppenturm bis auf den Stumpf zerstört. Der süd-westliche Teil
des Neuen Schlosses, insbesondere das Obergeschoss, mit Backsteinen ausgebessert.
Der Blick von der Oberburg auf Memleben und die dahinter aufsteigenden
Hänge sehr reizvoll. |
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links: Neues Schloss, Portal (1596) rechts: Treppenturm; rechts außen: Hl. Ursula (Simon Franck, Aschbg.) |
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Ab Memleben folgte ich der Strecke, die ich per Fahrrad bereits abgefahren hatte. Von Saubach nach Bad Bibra eine schöne, von grünen Bäumen gesäumte Fahrstraße. Lauchas Rathaus ist ein einfacher Steinkasten mit vorgeblendetem Treppenauf-gang (vergleiche mit Treppe des Oberen Schlosses auf Burg Wendelstein), der 1913 mit einem Rundbogengiebelgang bedacht wurde. Der Wirt war so freundlich , mir ein Buch (Heinzelmann: Zwischen Königs- und Salzstraße) zu leihen, daß auch Angaben über das Rathaus enthielt. Ich setzte mich in den Garten, trank ein Bier und las im Buch. |
"Stadt im preuß. Regierungsbez. Merseburg, Kreis
Querfurt, an der Unstrut und der Bahn Naumburg-Artern, (1895) 2422 Ew."
(Meyers Kl. Konvers. Lex., Bd.2, 1899) I "Stadt im Kr. Nebra, Bez. Halle,
(...) 118 m ü.M., mit (1964) 3300 Einw., hat Weinbau, Kalksteinbrüche,
Steinmetzbetriebe, große Konservenfabrik, Glockenmuseum, Segelflieger-schule
(Ausbildung von Fluglehrern). - L. erhielt 1419 durch den Markgrafen Friedrich
den Einfältigen von Meißen städt. Rechte..." (Brockhaus
Enzyklopädie., Bd.11, 1970) |
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links: barocker
Park in Sankt Ulrich (Mücheln) um 1720 und Wirtschaftsgebäude vor
im Kern mittelalterl. Turm
oben links: Portal der Alten Ratsschule (1615), oben rechts: Alte Ratsschule |
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Eine Überraschung war Mücheln. Ich hatte in Mücheln nur das Rathaus besichtigen wollen, fand aber auf Anhieb das Schloß im Stadtteil Sankt Ulbrich. Der Obergeschosserker auf einer Säule und die Giebelabschlüsse im Osten der Schlossanlage erinnerten an die Ornamente des Wendelsteiner Neuen Schlosses (1596). Der Zugang zum Schlosshof zwar nicht verschlossen, aber von Hunden bewacht. Ein barocker Park ist von der Gemeinde wieder i.O. gebracht; ein Landschaftsgarten schließt sich an. "Stadt im preuß. Regbez. Merseburg, Kreis Querfurt, an der Eisenbahn Merseburg-M., (1895) 1641 Ew." (Meyers Kl. Konvers. Lex., Bd.2, 1899) |
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Das Merseburger Schloß wurde unter Herzog Johann Georg
I. von Sachsen erneuert (1604-08). Baumeister war Melchior Brenner, Bildhauer
Simon Hoffmann. Brenners Schloßbau gehört "zu den beeindruckendsten
Leistungen der deutschen Spätrenaissance" (Ramm). von links nach rechts: Nordostecke des Schlosses mit Kammerturm (hier: Wappen Georg I.); Nordflügel mit Davidspforte und Wappentafel von 1489; Portal zum Kammerturms |
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