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Reusch
- Teutschenthal - Spengler in Halle (S.)
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Wer war Paul Reusch? |
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gezwungen ).Reusch war einer der größten deutschen Wirtschaftsführer,
er wirkte mit, das Ruhrgebiet zu einem der „größten
Industriebezirke der Erde“ zu formen. Im Vergleich zu anderen
Unternehmern hatte er eine Sonderstellung inne, da er nicht Eigentümer
des Betriebs war. |
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| Schloss
Teutschenthal bei Halle. Im Rahmen unserer Busfahrt "Gloria & Labor" können Sie auch Teutschenthal besuchen. |
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Welche Verbindung gab es zwischen Reusch
und Teutschenthal? Spengler in Halle Detlev Felken beschreibt in seiner Spengler-Biografie auf zwei Seiten München, „vor allem Schwabing“, und seinen „ungewöhnlich hohen Prozentsatz genialer Naturen und solcher, die sich dafür hielten.“ (26) Eine Beschreibung der Stadt Halle liefert er nicht. Vielleicht liegt es daran, dass Felken sein Buch 1987/88 schrieb, Halle noch hinter dem `eisernen Vorhang´ lag. Was aber passierte in der Stadt, die Spengler als 11jähriger betrat und als 21jähriger – nach dem Tod seines Vaters – fluchtartig verließ? Halle war nicht das Eldorado Intellektueller, vielmehr war Halle eine aufblühende Industriestadt, die bevölkerungsmäßig explodierte. Elektrizität, Chemie und Motorkraft, so Erik Neumann , bestimmten die Industrieentwicklung am Ende des 19. Jahrhunderts. 1891 – also im Jahr der Ankunft der Spenglers in Halle – nahm in Halle die erste durch ein Oberleitungsnetz gespeiste und regulär verkehrende elektrische Straßenbahn Deutschlands ihren Betrieb auf. Neumann weiter: „Mit dem Wirtschaftsaufschwung durch die Industrialisierung aber versechsfachte sich bis zum Jahr 1900 die Einwohnerzahl auf über 156.000 und erfuhr die Stadt großzügige Erweiterungen mit zahlreichen neu entstandenen Straßenzügen und Wohnvierteln. Auch in Halle bestimmten in dieser Zeit rotierende Schwungräder, pochende Kolben und eiserne Getriebe den Lebensrhythmus einer Massengesellschaft. Menschenzusammenballungen in der Fabrik, im Wohnquartier, auf der Straße und in Organisationen vermittelten das Bild von Mobilität, Aufbruch und Dynamik. In unablässiger Wechselwirkung von Industrialisierung und Urbanisierung formte sich innerhalb kürzester Zeit die Großstadt mit der ihr eigenen Stadttechnik und Kommunikationslogistik, städtebaulicher Dimension und kompakten baulichen Substanz, mit ihrer Konzentration wirtschaftlicher Kraft, dem Umfang der Warenströme, der Vielfalt menschlicher Tätigkeit, mit all den neuen Lebensgewohnheiten und Verhaltensmustern.“ Die günstige geographische Lage sorgte für den Ausbau Halles zum Eisenbahnknotenpunkt, die günstigen Verkehrsverhältnisse bestimmten die Ausbeutung der Braunkohlevorkommen, die bis ins Stadtgebiet reichten. Zwei Großunternehmen, die Riebeckschen Montanwerke und die Sächsisch-Thüringische AG für Braunkohlenverwertung, hatten ihren Sitz in Halle; hier wurde 1885 der „Deutsche-Braunkohlen-Industrie-Verein“ gegründet. Fruchtbarer Boden und moderne Anbaumethoden ließen Halle zum Zentrum der Zuckerindustrie werden – die Familie Wentzel und insbesondere Carl Wentzel als Erbauer des Schlosses Teutschenthal hatten daran großen Anteil. Auf Wentzels Drängen konstituierte sich 1919 die „Vereinigung mitteldeutscher Rohzuckerfabriken“, von 1925 bis 1935 war er Mitglied des „Vereinsausschusses der deutschen Zuckerindustrie“, 1930 gehörte er der deutschen Delegation auf der Brüsseler Zuckerkonferenz an. Braunkohleförderung- und verarbeitung aber auch die Landwirtschaft brachten es mit sich, dass sich Halle zu einem bevorzugten Standort des Maschinenbaus entwickelte. Die Stadt baute in eigener Regie 1891 das Gaswerk am Holzplatz, 1893 den Schlacht- und Viehhof an der Freiimfelder Straße und 1901 ebenfalls am Holzplatz das Elektrizitätswerk. |
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Und Spengler? Spengler besucht von 1891 bis 1899 die Lateinische Hauptschule
der Franckeschen Stiftungen, kurz „Latina“ genannt. Detlef
Felken charakterisierte die Schule: Das Opernhaus findet bei Felken indirekt Erwähnung: „Er durfte nun auch das Theater besuchen und schwärmte selbstverständlich für Wagner.“ (16) |
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| Die hallische Oper. Zu Spenglers Zeit eine Hochburg der Wagnerverehrung | |||||||||||||||||||
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Der „leidenschaftliche Leser“, sechzehnjährig, ging auf „heimliche Exkursionen“ in die Universitätsbibliothek; hier fand er zu Schopenhauer und Nietzsche. Das Reifezeugnis vom 15.9.1899 attestierte Spengler genügende Kenntnisse der Religionslehre, gute Kenntnisse des Deutschen und sehr gute der Geschichte und Geographie: „Er hat dem Unterricht immer reges Interesse, gutes Verständnis und selbsttätigen Fleiß zugewandt und sich sehr gute Kenntnisse erworben.“ Nach dem Abitur 1899 schrieb er sich an der Friedrichs-Universität
Halle-Wittenberg für Mathematik und Naturwissenschaften ein: „Die
ersten Semester zogen ziellos an ihm vorüber.“ (18) Nach Studienaufenthalten
in München und Berlin reichte er – von Blankenburg aus – bei
der Philosophischen Fakultät seine Dissertation ein. |
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