Initiative für Halle und den Saalkreis (IfHaS) e.V.

Ziele

Kardinal Albrecht von Brandenburg (1490-1545), Erzbischof von Magdeburg, Administrator von Halberstadt, Erzbischof und Kurfürst von Mainz, "Metropolit der größten abendländischen Kirchenprovinz" (Jürgensmeier), "eine der berühmtesten und machtvollsten Persönlichkeiten auf dem Mainzer Bischofssitz" (Ermischer), "mächtigster Kirchenfürst seiner Zeit" (Kähler), Kunstmäzen und Gegner der Lutherischen Reformation wählte die Stadt Halle zu seiner Lieblingsresidenz. Albrecht verwandelte die alte Salzstadt in eine blühende und "glanzvolle Renaissancemetropole" (Tacke).

Erhaltung von Renaissancebaudenkmalen in Halle und im Saalkreis

Die Stadt Halle an der Saale beherbergt einen reichen Bestand an Bauwerken der Früh- und Spätrenaissance. Der "einzige Renaissance-Dom des wiedervereinigten Deutschland" (Bartetzko) und die Residenz, "einer der Leitbauten der mitteldeutschen Frührenaissance von wegweisender Bedeutung" (Krause), erheben sich über einem Nebenarm der Saale. Ganz in der Nähe, überwachsen von einer uralten Kastanie, steht die 1582 erbaute Neumühle. Am Marktplatz erhebt sich ein massiver Winkelbau (Marktschlösschen) mit Treppenturm aus der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts. Nördlich davon, am Ende einer schmalen Gasse, zeigen Welsche Giebel, dass hier ein reicher Kaufmann bis 1531 einen eindrucksvollen Saalbau errichtete. Im Saalkreis finden sich zwar kaum Kunstwerke im Stil der Renaissance, sondern vielmehr der Spätgotik. Altarretabel und Kruzifixe aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts stellen ein interessantes Pendant "zeitgenössischer" Kunst im Umkreis der halleschen Renaissancemetropole dar.

Die Initiative möchte diesen Bau- und Kunstwerken helfen. Sie möchte ein Bewusstsein für den in der Stadt und im Umland vorhandenen Kultur- und Kunstschatz schaffen und gleichzeitig Geld für den Erhalt eines Baudenkmals oder Kunstwerks sammeln. Sie bietet deshalb Stadtführungen, Wanderungen, Busfahrten in die nähere Umgebung Halles und kleinere Publikationen zur Stadtgeschichte an.

Praxisorientierte Arbeit für Studenten der Geschichte und Kunstgeschichte

Die Institute für Geschichte und Kunstgeschichte an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg bilden Historiker und Kunsthistoriker aus. Die Initiative sucht an den Instituten Studentinnen und Studenten im Hauptstudium, die Stadtführungen ausarbeiten und persönlich durchführen wollen. Sehr gute Ausarbeitungen werden dadurch ausgezeichnet, dass sie veröffentlicht werden. Studenten gewinnen durch anwendungsorientiertes Forschen und öffentlichkeitsbezogenes Auftreten bereits im Hauptstudium Erfahrung für ihren beruflichen Alltag. Die erste Veröffentlichung kann einer erfolgreichen Bewerbung nach dem Studium Tür und Tor öffnen.

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